Inflation ist Diebstahl03.06.2009 – Stichwörter: – 1 KommentarVor wenigen Tagen hat Finanzminister Peer Steinbrück vor einer steigenden Inflationsgefahr und damit vor einer Krise nach der Krise gewarnt. Eigentlich schön, dass der Inflationsminister auf seinen eigenen Flächenbrand hinweist. Aber vermutlich möchte er mit seinem Hinweis aus dem Hause "Biedermann und die Brandstifter" gerade von der eigenen Verantwortung ablenken. Da man in Deutschland vergessen hat, dass Inflation nichts anderes ist als Diebstahl, werden nur sehr wenige Bürger unseres Landes in unserem Inflationsminister Peer Steinbruck einen Dieb sehen wollen, der taktisch geschickt und laut "Haltet den Dieb" ruft. Viele Menschen in unserem Land und fast alle Politiker scheinen eine zumindest mäßige Inflation für notwendig zu halten, damit die Volkswirtschaft wachsen kann. Wachstum durch Diebstahl traut sich aber niemand öffentlich zu fordern. Die Idiotie würde selbst den schlafsüchtigsten deutschen Michel aufwecken. Tatsächlich jedoch ist die Geldentwertung nichts weniger als ein Anschlag auf unser freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen. Denn wenn der Staat zum Dieb wird, ist das Volk nicht mehr souverän. Der Grundsatz der Volkssouveränität, ein Grundprinzip unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung, wird verletzt. Der Bürger wird durch Inflation nicht besteuert werden, was seine Zustimmung voraussetzen würde. Die Bürger unseres Landes werden durch Inflation bestohlen, und ihre Zustimmung haben sie hierzu bestimmt nicht gegeben. Die Geldentwertung, der große Diebstahl, kommt nicht über Nacht gleichzeitig über alle Bürger eines Landes. Ganz im Gegenteil: Einige profitieren, andere wiederum sind die Verlierer. Verlierer sind die Transferbezieher, Beamte, Rentner. Also alle die, deren staatliche Zahlungen durch staatlichen Diebstahl entwertet werden. Gewinner sind die, bei denen das neue Geld zuerst ankommt, also der Staat selbst und diejenigen, die das neue Geld verteilen, die Banken. Verlierer sind die, die sparen und investieren, also die Bürger und zwar sowohl die Arbeiter als auch die Unternehmer, die sich jedoch vom Staat gegeneinander klassenkämpferisch ausspielen lassen und die man mit der Mär von der bösen Deflation - Hilfe, hilfe, die Preise sinken - vom großen Diebstahl ablenkt. Der Staat zerstört so die bürgerliche Gesellschaft. Und nicht ohne Grund haben die Gegner der Marktwirtschaft immer auf Inflation gesetzt, um ihre Ziele durchzusetzen. Lenin wird schon von Walter Eucken mit dem Satz zitiert: "Wer die bürgerliche Gesellschaft zerstören will, muss ihr Geldwesen verwüsten." Die aktuelle Finanzkrise lässt grüßen. Diese Kolumne erschien in Ausgabe 93 von eigentümlich frei, Juni 2009.
Gelb-Grüne Konvergenzverfasst am 10.06.2009 von Wolfgang G. Wettach (gruene.wettach.org)Auch wenn dies Schreiben eines Bundestagsabgeordneten, letztlich an die Wähler gerichtet und darum übermässig plakativ ist sehe ich hier, so wie schon letzthin bei der Podiumsdiskussion zur Europawahl in Sulz, wo ich neben dem neuen FDP-Europaabgeordneten Michael Theurer die Grünen vertrat, erfreuliche Übereinstimmungen. Gerade hier bei uns in Baden-Württemberg sind es die Grünen mehr als etwa die (mit der FDP als zu schwachem Anhang) regierende CDU, die für finanzielle Stabilität und nachhaltige Wirtschafts- und Finanzpolitik eintreten - und für die unternehmerische Freiheit auch aber nicht nur der Betreiber von neuen Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien, die nur dann die ihnen zukommende Rolle im deutschen Energienetz spielen können, wenn gerade in den (blau- bzw.) schwarzgelben südlichen Bundesländern die Blockade gegen neues aufgegeben wird. Also lassen Sie uns mit Walter Rüstow und Wilhelm Röpke im Gepäck und Fritz Kuhn als Gesprächspartner eine nachhaltige und deshalb Grüne Marktwirtschaft diskutieren, die das soziale nicht vergisst und deshalb nicht auf der höchst unsozialen Inflationsmaschine basiert. Mit freundlichem Gruß aus Tübingen,
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