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Von Brezeln ohne Salz und Glühbirnenmord

19.02.2009 – Stichwörter: – 1 Kommentar

In diesem Kontext verlangt die EU-Kommission nach dem Gutachten der EFSA beispielsweise eine Höchstgrenze an Salz in Teigware. Eine Maßnahme, die nicht nur das Backhandwerk zur Weißglut bringt. Da vergeht einem jetzt schon der Appetit beim Gedanken an eine salzarme Brezel oder an eine fettfreie Butter. Ob in Brüssel wohl auch der Nährstoffgehalt der Glühbirne bestimmt wurde? Auszuschließen ist das nicht. Diesen Wahnsinn hat bereits der Liberale Ludwig von Mises befürchtet: "Wer glaubt, dass die Bevormundung des Einzelnen durch die Obrigkeit auf das Gebiet der Hygiene beschränkt bleiben könnte, dass die Obrigkeit sich etwa damit begnügen wird, den Gebrauch von schädlichen Giften wie Opium, Morphium, allenfalls noch von Alkohol und Nikotin zu verbieten oder zu begrenzen, dass aber im Übrigen der Freiheit des Einzelnen kein Abbruch geschehen werde, täuscht sich wohl. Denn wenn einmal der Grundsatz, dass die Konsumwahl des Einzelnen von der Obrigkeit überwacht und eingeengt werden muss, anerkannt ist, hängt es von der Obrigkeit und von der sie beherrschenden öffentlichen Meinung ab, wie weit man geht." Die Brüsseler Obrigkeit ist schon lange über diesen Grundsatz hinweg. Sie belässt es nicht bei Opium, Morphium, Alkohol und Nikotin, sondern begrenzt nun auch Grundnahrungsmittel und Glühbirnen.

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Ja, das stimmt schon...

verfasst am 21.02.2009 von Simon Roßkamp

Ja, das stimmt schon. Der Ordnungswahn der EU ist nicht zu übersehen. Und dass wir bald nicht mehr frei entscheiden können, ob wir aus eigener Überzeugung Energie mit Energiesparlampen sparen, oder ob wir die normalen Birnen einfach kürzer brennen lassen, gefällt mir so gar nicht. Das klingt nicht so, als sähe man uns als mündige Bürger an. Es riecht eher nach Bevormundung - wie im Kindergarten. Doch mir entgeht ein wenig der Zusammenhang zur Europawahl, wie er am Anfang des Artikels steht. Soll die Alternative sein, die Wahl zu boykottieren? Das kann doch nicht im Sinne eines Liberalen, eines freien DEMOKRATEN sein.

Da habe ich einen anderen Vorschlag: Für die Europawahl richtig guten Wahlkampf machen, die Leute zur Urne bringen, und soweit überzeugen, dass sie ein liberales Kreuzchen machen. Da habe ich die größte Hoffnung, dass sich etwas ändert, dass wir in Zukunft mehr selbst entscheiden dürfen.

In diesem Sinne hoffe ich auf ein gutes Wahljahr 2009. Alles Gute dafür,

Simon Roßkamp