Mitgliederentscheid zur Euro-Rettung10.09.2011 – Stichwörter: – 61 Kommentare
Für besonders wichtige Fragen sieht unsere Bundessatzung das Instrument des Mitgliederentscheids vor. Wann soll es zum Einsatz kommen, wenn nicht jetzt? Wir - eine Gruppe von Abgeordneten und Ehrenamtlern - haben daher das Verfahren für einen Mitgliederentscheid eingeleitet. Dieser muss stattfinden, wenn fünf Prozent der Mitglieder ihn beantragen. Der Vorstoß von Dr. Burkhard Hirsch, mir und weiteren Liberalen, in der Freien Demokratischen Partei einen Mitgliederentscheid zu den fortgesetzten Rettungsmaßnahmen für überschuldete Euro-Staaten zu erwirken, hat kaum überraschend bereits hohe Wellen geschlagen. Ich möchte allen, die sich für die Unterstützung interessieren, an dieser Stelle die wichtigsten Informationen geben. Die Grundlage für den Mitgliederentscheid findet sich in §21 der Bundessatzung der FDP. Demnach können 5% der FDP-Mitglieder einen Mitgliederentscheid herbeiführen, wenn Sie den Antrag unterstützen. Bei derzeit 68.000 Parteimitgliedern sind also etwa 3.400 gültige Unterstützerunterschriften notwendig. Wir haben ein Formular erstellt, mit dem FDP-Mitglieder den Antrag unterstützen können. Hier ist es abrufbar. Wer helfen möchte, den Mitgliederentscheid auf den Weg zu bringen, ist herzlich eingeladen, das Formular zu vervielfältigen, zu verbreiten und natürlich auch die Ergebnisse einzusenden. Das kann per Fax oder e-Mail geschehen. Unter 05246 924 841 ist eine Faxnummer geschaltet. Wer aber kein Fax hat (und das ist immer häufiger) kann das Formular auch einscannen und per E-Mail einsenden. Aber auch ein Scanner ist nicht immer zur Hand. Es reicht sogar, das Formularfeld abzufotografieren und das Foto einzusenden, solange der Inhalt gut erkennbar ist. Die E-Mail-Adresse lautet: mitgliederentscheid.2011@googlemail.com. Die Unterstützerformulare werden gesammelt und der Parteizentrale zugesandt, sobald die notwendige Anzahl zustande gekommen ist. Wenn dann der Antrag erfolgreich gestellt worden ist, folgt der nächste Schritt: Der eigentliche Mitgliederentscheid. Sein genauer Verlauf ist in der „Verfahrensordnung zur Durchführung von Mitgliederentscheiden gemäß § 21 Abs. 4 der Bundessatzung“ geregelt. Dazu sendet die Bundespartei die Abstimmungsunterlagen an alle Parteimitglieder, die dann per Briefwahl abstimmen. Wenn mindestens ein Drittel der Parteimitglieder abgestimmt hat, ist das Ergebnis des Mitgliederentscheids gültige Beschlusslage der Partei und entspricht damit einem Bundesparteitagsbeschluss. Unterstützen und Abstimmen! Der Text: Nach § 21 der Bundessatzung der FDP beantragen wir nachfolgenden Mitgliederentscheid: Mitgliederentscheid über weitere Rettungsmaßnahmen für überschuldete Staaten
(Bild: Wikipedia)
Euro Rettungsschirmverfasst am 10.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Schäffler, Ihre Position halte ich für gefährlich. Deutschland ist integraler Bestandteil der Europäischen Union. Es mag ein Fehler gewesen sein, den Euro einzuführen. An mahnenden Stimmen fehlte es damals nicht. Allerdings bringt es nun wenig der Vergangenheit nachzutrauern. Wir werden die DM nicht zurückerhalten. Die Lage in Europa ist heute, wie sie im Bund wäre ohne Finanzausgleich. Es ist völlig klar, dass es ohne Finanzausgleich, Länder wie Hamburg, Bremen oder Mecklenburg-Vorpommern nicht lange Teil der Bundesrepublik sein könnten. Da ist es völlig klar, dass wir Deutschen den schwächeren Ländern in Europa die helfende Hand reichen müssen. Die Rettung des Euro führt nur nach vorne zu mehr Europäischer Integration hin zu einem Staatenbund mit einer Finanzverfassung. Wir Deutsche haben heute die Chance, diesen Prozess zu gestalten und Europa als Bundesstaat zu vollenende. Ihr kleinkariertes Gemecker ist kurzsichtig und gefährlich. Deutschland ist zu gross für seine Nachbarn. Nur eingebunden in Europa weckt es keine Angst und Resentimments. Wer gross ist und stark muss immer bescheiden und hilfsbereit auftreten, um in seiner Umgebung Akzeptanz und Vertrauen zu geniessen. Das zeigt die Europäische Vergangenheit sehr deutlich. Dies eklatant zu verkennen halte ich für eine grobe Verfehlung. Mit besten Grüssen,
Herr Dr. Bonettiverfasst am 10.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Dr. Bonetti, was sie da schreiben werte ich mal als persönliche Einstellung zum Thema Transferunion. Und das ist auch legitim. Was mich an ihren Ausführungen stört ist ihre undemokratische und intolerante Einstellung. Das es unterschiedliche Meinungen zu einem Thema gibt ist doch völlig normal. Das sie aber anmahnen nicht für seine Überzeugunmgen zu kämpfen sondern aus seiner Partei auszutreten ist schon starker Tobak. Eine perfekte Lösung für alle unsere Probleme gibt es nicht. Und welche die Richtige ist, wird die Geschichte zeigen. Einen Dr. in Mathematik oder Naturwissenschaften scheinen sie auf jeden Fall nicht zu haben, sonst könnten sie schnell ausrechnen wie lange es noch dauert, bis unser Schuldensystem ohnehin in sich zusammen bricht. Im Prinzip reicht dazu die Kenntnis der Exponentialfunktion. Mit besten Grüßen
Sehr geehrter Herrverfasst am 10.09.2011 von Marcel C.Sehr geehrter Herr Bonetti, ich halte vielmehr Ihre Position für gefährlich. Eine ökonomische Fehlkonstruktion lässt sich mit viel Liebe für einige Jahre stützen, jedoch nicht auf Dauer. Die volkswirtschaftlichen Schäden, die sich dadurch ergeben, dass man 17-27 unterschiedlichen Volkswirtschaften eine one-size-fits-all Einheitspolitik verpasst, sind enorm und addieren sich Jahr für Jahr auf. Die Währungsunion hat die Divergenz in der Eurozone sogar vergrößert, nicht einmal die Empfänger der jetzigen Transferzahlungen haben profitiert. Auch halte ich es für eine sehr gefährliche Haltung, 27 Nationen ihrer Souveränität zu berauben und in einem Nationalstaat unter einer Regierung vereinen zu wollen, wie Sie dies fordern. Nicht nur, dass es meiner Meinung nach moralisch falsch ist, so steht dem die soziale Realität entgegen: Denn die 27+ Völker der EU wollen dies mehrheitlich nicht und werden dies nicht akzeptieren. Die EU ist nicht historisch und kulturell zusammengewachsen, so dass anders als im Länderfinanzausgleich innerhalb der Bundesrepublik bei den Menschen keine Bereitschaft besteht, dauerhaft Nachteile in Kauf zu nehmen, um das Gebilde der EU am Leben zu halten. Die EU war stets nur eine Zweckgemeinschaft für fast alle Mitgliedsländer, die sich in der Union zusammengefunden haben, um von den ökonomischen Anreizen zu profitieren und die Vorteile von Reisefreiheit etc. in Anspruch nehmen zu können. Die Mitgliedsländer hatten kein Interesse daran, sich selbst in einem Weltreich aufzulösen, wie Sie sich dies vorstellen. Luft und Liebe reichen aufgrund der kulturellen Diversität innerhalb der Union nicht aus, um diese langfristig zusammenzuhalten. Sobald einzelne Staaten das Gefühl haben, objektiv durch die EU benachteiligt zu sein, werden sie wieder für ihre Unabhängigkeit kämpfen und vielleicht sogar für den Abriss der Union sorgen. Daher denke ich, dass eine Position wie die Ihre, die gegen den Volkswillen eine europäische Zentralisierung und eine Nationalisierung der EU anstrebt, eine große Gefahr darstellt für den Frieden in Europa und für die Vorteile, die wie über die Jahre im europäischen Einigungsprozess erlangt haben. Es möge jeder von einer Welt träumen, wie er sie für richtig hält. Das möchte ich gar nicht kritisieren. Aber wenn es an die Praxis geht, darf man keinesfalls die kalten ökonomischen Fakten und den Willen der Menschen ignorieren, denn beides wird langfristig die Oberhand behalten und dann müssen wir alle die Konsequenzen dafür tragen, dass unsere Politik nicht auf die Realität sondern auf eine Utopie gesetzt hat. Die Vorteile der Union - Friede, kultureller Austausch, Reisefreiheit, Handelsfreiheit, Schengenabkommen etc. - müssen geschützt werden. Dies geht nur, wenn wir uns voll und ganz auf diese konzentrieren und sie nicht mit Brandsätzen wie einer Transferunion, einer wachsende Entmachtung der Nationalstaaten, einer fehlkonzipierten Währungsunion etc. vermischen. Denn letzteres wird im Laufe der Zeit zu Boden gehen, und dabei ersteres mit sich reißen. Mit freundlichen Grüßen, Marcel C.
Alternative zu den EURO-Rettungsschirmenverfasst am 12.10.2011 von Gert MarteDen Kritikern der EURO-Rettungsschirme wird vorgeworfen, dass sie kein eigenesKonzept haben. Daher ist es zur Verhinderung der Rettungsschirme wichtig, ein klares und nachvollziehbares Konzept für die Griechenlandkrise und die Krise der übrigen Schuldenstaaten zu haben.
Sehr geehrter Herr Dr.verfasst am 10.09.2011 von Dr. Herbert FrohnhofenSehr geehrter Herr Dr. Bonetti, wenn es tatsächlich darum ginge den Menschen in einigen >schwächeren Ländern< Europas zu helfen, könnte man über eine solche Hilfe ja durchaus reden. Fakt ist aber doch, dass mit unseren Milliarden jene Banken und Spekulanten ausfinanziert werden, die sich mit ihren griechischen Anleihen selbst verspekuliert haben. Es ist, wie Karl Otto Pöhl schon im März 2010 sagte, eine Finanzhilfe für französische Banken und reiche Griechen. Das griechische Volk hat erkennbar nichts von unseren milliardenschweren Zahlungen. Insofern ist die öffentliche Darstellung dessen, was hier tatsächlich abläuft, oft bewusst irreführend.
Herr Schäffler hat völlig Recht !verfasst am 10.09.2011 von Dieter CrohnfeldtKlarer Fall: Der Mitgliederentscheid muss her.
Anders herum wird ein Schuh drausverfasst am 11.09.2011 von FDominicus (fdominicusb.blogspot.com)"Und noch etwas: Meinen Sie nicht, dass die Regierung mehr Einigkeit zeigen sollte? " "Sie sorgen nur für zusätzliche Verwirrung und beschleunigen das den Abstieg der Regierung und der FDP. Um Schaden zu vermeiden, sollten Sie Ihre Partei verlassen oder sich einreihen!" Nein die Leute die die FDP dorthin führten wo Sie jetzt steht sollten gehen. Sie haben Vertragsbrüche abgenickt. Somit sollte jeder der beim ESM für ja stimmt danach austreten.
EURO Rettungverfasst am 11.09.2011 von Wolfgang KnobelSehr geehrter Dr. Bonetti,
"Da ist es völlig klar, dassverfasst am 11.09.2011 von Prinzipien der Marktwirtschaft"Da ist es völlig klar, dass wir Deutschen den schwächeren Ländern in Europa die helfende Hand reichen müssen." Genau dieser Imperativ ist es, was mich an Ihrer Argumentation stört. Mit Liberalismus und mit den Prinzipien der Marktwirtschaft hat dies nichts gemein, eher mit Sozialismus.
Gefährliche Position?verfasst am 11.09.2011 von Peter Cornelius GerlachSehr geehrter Herr Bonetti, Sie haben recht, was die Lage in Europa und ihren Vergleich mit dem Deutschen Länderfinanzausgleich angeht. Wir alle sehen doch täglich, welche Verwerfungen ein finanzieller Ausgleich zwischen den Bundesländern mit sich bringt. Verschwendungssucht wird belohnt, Sparsamkeit dagegen bestraft. Im Ergebnis leisten sich die Nehmerländer soziale Wohltaten, welche sich die Geberländer nicht leisten können oder wollen. Dies widerspricht dem liberalen Prinzip, daß Leistung sich lohnen muß. Anreize, den Haushalt auszugleichen, werden durch den LFA gar nicht erst gesetzt. Das Ziel eines Finanzausgleichs sollte eigentlich sein, daß er sich selbst überflüssig macht. Wenn Sie nach Deutschland schauen, sehen auch Sie, was aus diese edlen und hilfreichen Idee geworden ist. Dabei gäbe es sogar das Instrument der Fusion, zumindest bei den Stadtstaaten wäre es sehr sinnvoll, allein es mangelt an Willen. Mit liberalen Grüßen, Peter Cornelius Gerlach
Mitgiederentscheidverfasst am 11.09.2011 von Thomas VollmarSehr geehrter Herr Dr. Bonetti, Ihre Ansicht, dass Deutschland integraler, mehr noch existenzieller Bestandteil der Europäischen Union ist, teile ich voll und ganz. Das aber verpflichtet Deutschland nicht, einen falschen Weg mitzugehen, nur um Einigkeit zu demonstrieren. Der ESFS ist der glatte Weg in die Gemeinschaftshaftung einer Transferunnion. Vor Maastricht gab es zu genau diesem Thema jahrelange Auseinandersetzungen, in denen die damailge Bundesregierung unter FDP-Beteiligung eine Transfer-Union glücklicherweise verhinderte. Auch damals war das Ergebnis wichtiger, als die Einigkeit. Dennoch kam letztere am Ende zustande, in dem sich eben nicht immer nur die Deutschen, sondern auch mal die anderen berwegten. Von Merkel gibt es zu strittigen Fragen leider immer erst großes Protestgeheul, um dann doch zu machen, was Sarkozy will. Für die FDP in ihrer jetzigen Situation ergibt sich auch in dieser Frage, dieselbe nach deren Fortbestand. Kippen wir wieder um, wie unter Kinkel früher, oder setzen wir wieder falsche Themen wie Steuersenkung, statt Steuervereinfachung, ist 2013 der Anfang vom Ende. MIt anderen Worten: Machen wie so weiter, sind wir tot. Lieber Herr Dr. Bonetti! Aus Ihren Worten klingt auch Sorge um die FDP. Helfen Sie doch bitte mit, diese zu retten! Thomas Vollmar
EINE WICHTIGE INITIATIVEverfasst am 11.09.2011 von M. MertensSehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Dr. Facco Bonetti, ich begrüße Herrn Hirschs und Herrn Schäfflers Initiative ausdrücklich. Sie ist in der etablierten Parteienlandschaft derzeit praktisch der einzige ernstzunehmende (öffentliche) Versuch, der unseligen Ausweitung der Rettungsaktionen entgegenzuwirken. Da die FDP – völlig zu Recht – eine proeuropäisch ausgerichtete Partei ist, steht man als Unterstützer dieser Initiative auch nicht im Ruch ein antieuropäischer Wirrkopf zu sein. Ich sehe Deutschland ebenfalls als integralen Bestandteil der Europäischen Union, aber der derzeitige finanzpolitische Kurs ist nicht zielführend, sondern wird dem Prozess der europäischen Einigung mittelfristig schweren Schaden zufügen. Falls die Initiative Erfolg hat, mag dies u.U. das Ende der Koalition bedeuten, aber damit würde sich die FDP als klar positionierte Alternative zu den anderen Parteien aufstellen. Mit freundlichem Gruß M. Mertens
NEUMITGLIEDverfasst am 16.09.2011 von M. MertensEin kurzer Nachtrag: Ich habe diese Woche einen Antrag auf Mitgliedschaft in der FDP gestellt. Herrn Schäfflers Initiative macht Mut und ich möchte nicht länger tatenlos mitansehen, wie Europa - nicht etwa nur Deutschland! - mit verfehlter Finanzpolitik zugrunde gerichtet wird. Herr Schäffler mag mit seinem Antrag bei dem Mitgliederentscheid scheitern, aber das ist das Wesen der Demokratie. Ich bin in jedem Fall dankbar, dass es diese Initiative gibt -- die bis vor kurzem ungebrochene Einheitsfront der Rettungsschirmbefürworter unter den großen Parteien war es, die mich am meisten gestört hat: Man hatte als Wähler gar keine Alternative! Aber zum Glück scheint jetzt auch Herr Rösler langsam umzudenken... Mit freundlichem Gruß M. Mertens
alternativlosverfasst am 11.09.2011 von Annette SchlosserSehr geehrter Herr Dr. Bonetti, eine winzige, natürlich vollkommen unbedeutende Kleinigkeit haben Sie außer Acht gelassen: Mit dem ESM gehen wir den letzten Schritt hin zur einer europäischen Diktatur. Schon heute muß man die EU als Leviathan bezeichnen, sie ist ein Bürokratiemonster ohne jede demokratische Legitimation. Die Vorgaben aus Brüssel sind großenteils dumme Schildbürgerstreiche, die die Bürger zähneknirschend umzusetzen haben. Ein gutes Beispiel ist der Verbot der normalen Glühbirne, dümmer gehts nimmer, denn in privaten Haushalten erbringen sie unter dem Strich eben keine Energieersparnis sondern tragen lediglich Gift in die Wohnungen. Mit freundlichem Gruß
Freu mich Annette zu lesenverfasst am 12.09.2011 von GullideimHallo Annette .. du beschreibst es absolut richtig. Diesmal keine Mogelpackung ;-) LG P.
Antwort auf Dr. Andreas Facco Bonettiverfasst am 11.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Dr. Bonetti, mit Ihrem Schreiben dokumentieren Sie, dass Sie fundamentale ökonomische, politische und anthropologische Prinzipien mißverstehen. 1. Solidarität ist nicht mit dem geschickten, wohlkalkulierten Ausnutzen von derzeit nicht durchsetzbaren, schwachen Regeln auf EU-Ebene zu verwechseln, für deren Folgen Dritte dann einstehen sollen. Jedes Mitglied ist für seine Finanzpolitik, seine Wirtschafts- und Sozialpolititk etc. unter den Bedingungen der Euro-Zone selbst verantwortlich und haftbar. Europa und die Euro-Zone ist keine Melange von Allen und Allem, vor allem keine Transfergemeinschaft und kein Melting-Pot. Jedes Mitglied kann eben nur auf dem Wohlstandsniveau leben, welches es sich selbst real und nachhaltig im Rahmen des für alle geltenden Euro-Bedingungswerkes erarbeitet hat. Deshalb kann es auch kein Ziel sein, anders als in der Bundesrepublik Deutschland, die Schaffung einheitlicher Lebensverhältnisse in der EU voran zu treiben. Lebensverhältnisse sind das Ergebnis der eigenen wirtschaftlichen Fähigkeiten unter den Bedingungen der Euro-Zone und kein Resultat von Transfersozialismus. 2. Es darf deshalb auch keine Schulden-,Transfer- und Inflationsgemeinschaft in Europa entstehen. Es muß vielmehr an einer Wachstums-, Wettbewerbs- und Stabilitätsgemeinschaft und -kultur gearbeitet werden. Dazu sind klare Regeln, Sanktionen, Institutionen und Mentalitäten etc. zu entwickeln, aber keine zentralistische EU-Planwirtschaft mit einer "Wirtschaftsregierung" und einer "makroökonomischen Planung", welche die mangelnde Fähigkeit, innerhalb des Euro-Systems erfolgreich zu wirtschaften, dauerhaft alimentieren und ausgleichen soll. 3. Staaten und deren Bürger entscheiden selbst darüber, ob diese Mitglied in einem solchen Euro-Regelsystem sein wollen. Wenn diese Mitglied sein wollen, sind die o.g. Regeln einzuhalten. Wenn dies aufgrund ökonomischer/politischer Schwäche nicht möglich ist, muss das ordnungsmäßige, ggf. temporäre Verlassen der Euro-Zone und die Staatsinsolvenz geregelt werden. 4. Somit sind nun alle Energien darauf zu verwenden, die Rahmenbedingungen des gemeinsamen Wirtschaftens neu zu verhandeln oder deren Einhaltung verbindlich sicherzustellen sowie die ESM etc. zu verhindern. Hierzu zählen: a) Die Unabhängigkeit der EZB ist wieder herzustellen. b) Die Einhaltung der Regeln des Stabilitäts- und Wachstumspaktes ist durchzusetzen. c) Die Erarbeitung eines Regelwerkes für die Insolvenz und das Verlassen der Euro-Zone. d) Die Entwicklung eines Regelwerkes zur Überbrückung ökonomischer Schwäche-/Krisenperioden. e) Aufbau eines Frühwarn- und Benchmarkingsystems zur Aufdeckung von Krisenindikatoren. f) Schaffung von Entscheidungs-Mechanismen, die langwierige, interessengeleitete Abstimmungsprozesse im Interesse der gesamten Wirtschaftsgemeinschaft verkürzen und deren Qualität und Effizienz steigern. Deshalb ist der Initiative des Herrn Schäffler uneingeschränkt zuzustimmen. Mit freundlichen Grüßen Diplom-Betriebswirt (FH)
Rettet Europa vor den Rettungseuropäernverfasst am 11.09.2011 von Dr. Serge RagotzkyDer Kommentar von Dr. Bonetti ist an Absurdität und Unwissenheit kaum zu überbieten. Zwischen den Bundesländern gibt es einen Finanzausgleich, weil alle Bundesländer Teil der Bundesrepublik Deutschland sind, eines demokratischen Nationalstaates mit einer funktionierenden Demokratie. Das trifft auf die EU nicht zu, sie ist weder ein Land noch, trotz ihres kompetenzlosen, schwach besetzten Pseudoparlamentes, eine Demokratie. Die Bundesbürger haben niemals einer Transfer- und Fiskalunion mit den Eurostaaten zugestimmt, weder direkt noch indirekt. Deswegen sind die Herren Weber und Stark, letzterer als einer der maßgeblichen Maastrichtarchitekten inklusive No-Bail-out Gesetz, unter Protest von ihren Notenbankämtern zurückgetreten. Hätten doch andere Akteure auch soviel Format und Restanstand. Dass der Finausgleich schon in Deutschland leistungsfeindlich ist, sei nur am Rande bemerkt. Dass das Bundesland Hamburg seit Jahrzehnten zu den Nettozahlern gehört, ebenfalls. Aber mit Eurorettung hat das sowieso nichts zu tun. Noch mehr Integration in Europa mag langfristig wünschenswert sein. Das heutige Haus EU wurde aber übereilt und windschief mit dem Dach zuerst gebaut. Weitere Massnahmen der Vergemeinschaftung wären fatal für alle Mitgliedsländer und ihre Bürger. Rettungsschirme und rechtswidrige Anleihekäufe der EZB sind der größte organisierte Bankraub der weltwirtschaftsgeschichte, der deutsche, holländische, finnische und österreichische Steuerzahler sind seine Opfer. Die Koalition der Raubritter hat gute Motive: Frankreich und seine ENA-geschulten namens Trichet, Lagarde und Co. wollen auf Kosten anderer ihre griechenlandengagierten Großbanken rauspauken. Papandreou möchte seinen Landsleuten weiterhin Wohlstand ohne Arbeit erhalten. Medienmogul und Multimilliardär Berlusconi möchte nicht die Steuern erhöhen, ein paar Spekulanten möchten ihr Geld retten und so weiter und sofort. Aber wenn man diese wahren Feinde Europas weiter gewähren läßt, wird nicht nur Deutschland und ein paar weitere Länder mit in den finanziellen Abgrund gezogen, sondern auch den Transferempfängern großer Schaden zugefügt. Ihnen wird nämlich die Chance zur Anpassung durch Reformen verwehrt und es gibt niemanden mehr, der noch in die gigantischen Strukturfonds einzahlen kann. Von der langfristigen Verbitterung der übergangenen Bürger und deren Filgen für die europäische Idee möchte ich gar nicht reden. Aber leider denken die meisten Politiker zu kurzfristig, um diese Folgen zu bedenken. Auf Herrn Schäffler trifft das nicht zu, sein demokratisches Engagement ist ein Leuchtfeuer in unserer verirrten oder korrumpierten politischen Landschaft. Wenn er Erfolg hat, kann er einen wesentlichen Beitrag leisten, schweren Schaden vom deutschen Volke und ganz Europa abzuwenden. Nebenbei würde er noch die FDP retten, die sofort wieder zweistellige Wahlergebnisse erzeilen könnte. 75% Ablehnung des Rettungsschirmes in aktuellen Umfragen sprechen eine klare Sprache. Möge die Bundesregierung endlich aufwachen, mit freundlichen Grüßen Dr.Serge Ragotzky
Rettet Europa vor den Rettungseuropäernverfasst am 11.09.2011 von Dr. Serge RagotzkySehr geehrter Herr Schäffler, lassen Sie sich von den dümmlichen Kommentaren der selbsternannten Rettungseuropäer nicht beeindrucken. 1. Die Bundesrepublik ist ein demokratischer Nationalstaat mit etablierten demokratischen Institutionen. Nur dadurch ist zum Beispiel auch der im Ergebnis übertriebene Länderfinanzausgleich zu rechtfertigen. Auch Hamburg zählt übrigens zu dem Nettozahlern. Eine Ausweitung dieses Konzeptes auf ganz Europa ist unbezahlbar. Kein Wähler hat diesem Konzept jemals in einer freien Wahl seine Zustimmung gegeben. 2. Die EU ist ein schief konstruiertes Haus, bei dessen Bau leider zu früh mit Arbeiten am Dach (der Währungsunion) begonnen wurde. Noch mehr Vergemeinschaftung und Transfer ohne Mitbestimmung der betroffenen zahlenden Bürger wäre ein weiterer fataler Fehler. Beherzte Korrekturen des Euro-Systems wären noch möglich, dazu zählt auch ein Ausschluß nicht kooperativer Mitglieder. Alle Gesetze und Kontrollmechanismen der EU haben sich als wirkungslos erwiesen. Neue Versuche (EU-Wirtschaftsregierung etc.) werden ebenfalls scheitern. 3. DIe Interessen vieler Akteure sind klar durchschaubar. Die politiker einiger Südländer wollen nicht mit dem Sparen anfangen. Medienmogul Berlusconi will höhere Steuern für scih und seine Freunde vermeiden. Einige Spekulanten wollen auf Kosten der Steuerzahler gerettet werden. Die allgegenwärtigen Enarchen, die die EU und viele große internationale Organisationen dominieren, wollen die Pleite ihrer stark in Griechenland engagierten Großbanken abwenden. Trichet, Lagarde und Co. sind nichts als Handlanger des Elyseepalastes. Und ein paar alterstarrsinnige deutsche Politiker wollen ihre gravierende Fehler der Vergangenheit verschleiern. 4. Die Euro-Rettungsschirme und die rechtswidrige EZB-Vergewaltigung zur Finanzierung maroder Staaten haben mittel- und nordeuropäische Stuerzahler schon zig Milliarden gekostet. Es handelt sich um den größten Bankraub der Weltgeschichte. Nicht einmal der Rücktritt der Herren Weber und Stark von ihren Notenbanken hat unsere Spitzenpolitiker bisher aufgeweckt. 5. Auch die Südländer werden verlieren. Durch die ständigen Transfers werden notwendige Reformen verhindert. Ohne einen Austritt aus dem Euro wird ein Land wie Griechenland zudem niemals wieder wettbewerbsfähig. Wenn zudem auch die wenigen soliden EU-Länder in die Pleite getrieben werden, kann bald niemand mehr die gewaltigen EU-Strukturfonds bedienen. Sie kämpfen einen gerechten Kampf im Interesse der Bürger unseres Landes, die Sie laut aktuellen Umfragen zu mehr als 75% in der Ablehnung des Rettungsschirmes unterstützen. Wenn es mit der aktuellen Politik weitergeht, werden sich die Bürger aller Länder von der europäischen Idee verabschieden und die EU als ganzes mit unabsehbaren Folgen implodieren. Eklatanter Rechtsbrüche (No-bail-out, keine Staatsfinanzierung durch die EZB etc.) und die wirtschaftliche Enteignung der Bürger sind unverzeihliche Fehler. En passant können Sie noch die FDP retten, die sofort wieder zweistellige Wahlergebnisse erzielen würde. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem einsamen Kampf im Bundestag Ihr
Das ist kein Schirm, sondern unsere Sozialleistungenverfasst am 11.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Bonetti, sie haben Recht, Bremen ist das Griechenland Deutschlands, und die Bremer wählen weiter ihre Schuldenmacherregierungen. Finanzausgleich ist nur die Umschreibung dafür, dass die einen das Geld verdienen, und die anderen es ohne nachzudenken ausgeben. Es wurde ihnen ja geschenkt. Die rettende Hand ist nur die Umschreibung für die offene Geldbörse. Mehr Integration heißt, wie in der EZB, das Malta wie Deutschland eine Stimme hat. Eine Regierung, die die seit Jahren bekannte Fakten, das Griechenland kein Liquiditätsproblem hat, nicht erkennt, kann froh sein, wenn einige uneinige durchblicken. Die Bundestag braucht keine Eingereihten, sondern Leute, die mitdenken. Und die FDP auch. Viele Grüße
"sich einreihen"verfasst am 12.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Dr. Andreas Facco Bonetti, "sich einreihen" ist SED- Denken. Die Anti- Liberalen sollten die FDP- verlassen in die sie sich eingeschlichen haben udn diese schädigen. mit freundlichen Grüßen Wolfgang Neumann
Ihr Beitragverfasst am 12.09.2011 von einem GastSehr geehrter Dr. Bonetti, ihr Beitrag ist gefährlich für eine funktionierende Demokratie, leider berücksichtigen sie nicht, dass die Interessen der Bürger bei ihren pauschalen Forderungen völlig unberücksichtigt bleiben, diese werden zu Marionetten gemacht, die die "Zeche" der Finanzoligarchen bezahlen müssen. Ein geregelter Finanzmarkt ist die einzige Chance für einen starken und stabilen Euro. Eine staatliche Institution, die die Finanztransaktionen überwacht und völlig sinnlose Finanzprodukte verbietet ist die einzige Chance für eine gerechtere Zukunft in Europa für alle Bürger und Bürgerinnen. Udo Stern
Ihr Beitragverfasst am 12.09.2011 von einem GastSehr geehrter Dr. Bonetti, ihr Beitrag ist gefährlich für eine funktionierende Demokratie, leider berücksichtigen sie nicht, dass die Interessen der Bürger bei ihren pauschalen Forderungen völlig unberücksichtigt bleiben, diese werden zu Marionetten gemacht, die die "Zeche" der Finanzoligarchen bezahlen müssen. Ein geregelter Finanzmarkt ist die einzige Chance für einen starken und stabilen Euro. Eine staatliche Institution, die die Finanztransaktionen überwacht und völlig sinnlose Finanzprodukte verbietet ist die einzige Chance für eine gerechtere Zukunft in Europa für alle Bürger und Bürgerinnen. Udo Stern
Euro & Europa ist für den Fragmentstaat D-Land Versailles II.verfasst am 12.09.2011 von GullideimWer das nicht verstanden hat dem ist nicht mehr zu helfen. Noch weniger verstehe ich das Gutheissen des Euro - dessen Einführung als Geldentwertung daherkam. Das war staatlich angeordneter Diebstahl in vollendeter Präzesion. Herr Bonetti; Mein Gott was schreiben Sie für einen Unsinn. Und so etwas wählt die Fdp? Dieser Beitrag ist ein weiterer Grund dieser FDP vorerst fern zu bleiben und sie nicht zu wählen. Steuern sind Diebstahl.
Re: Euro Rettungsschirmverfasst am 14.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Bonetti, natürlich ist Deutschland ein integraler Bestandteil der EU, aber das bedeutet NICHT gleichzeitig die bedingungslose Aufgabe der nationalen parlamentarischen Mitbestimmung über den Staatshaushalt, um diese einem immunisierten Gouverneursrat zu überlassen und somit dem Finanzmarkt! Gerechtigkeit, demokratische Grundsätze und die Beachtung der Verträge müssen auch in einer EU bedingungslos gewährleistet sein! Das Gerede von Größe, Stärke und der Gefahr die von Deutschland ausgehen soll ist, mir und auch meinen Kindern fremd. Ich bin sehr froh über Herrn Schäfflers Initiative und es zeigt mir auch dass es noch Politiker gibt, die den Mut haben Ihr Gewissen über den Parteiengehorsam zu stellen, denn das gehört zur Demokratie. Genau diese Menschen braucht das Land! Vielen Dank Herr Schäffler, durch Sie bekommt die FDP hoffentlich wieder ein Profil!
Hamburgverfasst am 14.09.2011 von einem GastHamburg ist Geberland im Länderfinanzausgleich!
"Einreihen"verfasst am 17.09.2011 von einem GastMit dem letzten Wort seines Beitrags - "einreihen" - zeigt Herr Dr. Bonetti, wes Geistes Kind er ist. "Eingereiht" wurde 1933, 1945 in Ostdeutschland und zuletzt 1968. Wir brauchen heute kein "Einreihen" mehr, wir brauchen Mut zu unbequemen Wahrheiten.
Sehr geehrter Herr Bonetti,verfasst am 13.11.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Bonetti, beim besten Willen kann ich ihre Position weder nachvollziehen geschweige denn unterstützen. Das Projekt Währungsunion war stets politisch motiviert und der Euro nie wirklich vom Volk gewollt. Daher frage ich mich, woher die damaligen Politiker ihre Legitimation bezogen haben sollen? An einer begeisterten Fachwelt hat es sicherlich nicht gelegen, denn schon damals wurde von Ökonomen eindringlich vor einer solchen Währungsunion gewarnt. Und da ich voraussetze, dass unter Politikern ein gewisser ökonomischer Grundverstand vorhanden sein sollte, halte ich es für "Hochverrat" an den eigenen Wählern, dass der Euro überhaupt jemals eingeführt wurde. Doch eines macht es noch viel schlimmer: Die unglaubliche Arroganz und die "Einheitsfront pro Euro" quer durch nahezu alle politischen Lager, die diesen Fehler heutzutage immer noch leugnen bzw nicht einzugestehen bereit sind. Ja glauben sie denn wir Wähler lassen uns so für blöd verkaufen??? Wenn jetzt sich kein Widerstand dagegen formiert, und da bin ich Herrn Schäffler wirklich sehr dankbar dafür, dann birgt der Euro für Europa eine noch viel größere Gefahr: Den Zerfall Europas. Fährt das "Vehikel Europa" weiter in der Sackgasse "Euro", dann wird man sich solange auf der Wendeplatte im Kreis drehen, bis der Sprit (bzw das Geld) alle ist bzw. man fährt es gegen die Wand (sie dürfen sich das Bild aussuchen, das ihnen besser gefällt). In dieser entscheidenden Situation noch dazu aufzurufen, parteikonform zu sein halte ich für die schlimmste und undemokratischste Variante. Zum Thema EFSF/ESM will ich gar nicht erst Stellung nehmen, da mir allein aufgrund der Rechtswidrigkeit dieser Gesetze schon fast der Kragen platzt. An Herrn Schäffler ein herzliches Dankeschön!!! Weiter so! Mit freundlichen Grüßen Ein Wähler ihrer Partei
FDP Mitgliederentscheid zur Euro-Rettungverfasst am 10.09.2011 von Helmut Zermin (www.zermin.com)Wo kann ich den FDP Mitgliederentscheid zur Euro-Rettung online unterzeichnen? Beste Grüße Berlin-Tempelhof
Sehr geehrter Herrverfasst am 10.09.2011 von Redakteur BerlinSehr geehrter Herr Zermin, Sie müssen leider den Entscheid ausdrucken und faxen/per e-mail einsenden.
Mitgliederentscheid über ESMverfasst am 10.09.2011 von Markus ZehmeSehr geehrter Herr Schäffler, Alles Gute und beste Grüße, Markus Zehme
Rettet Europa vor den Rettungseuropäernverfasst am 11.09.2011 von Dr. Serge RagotzkySehr geehrter Herr Schäffler, lassen Sie sich von den dümmlichen Kommentaren der selbsternannten Rettungseuropäer nicht beeindrucken. 1. Die Bundesrepublik ist ein demokratischer Nationalstaat mit etablierten demokratischen Institutionen. Nur dadurch ist zum Beispiel auch der im Ergebnis übertriebene Länderfinanzausgleich zu rechtfertigen. Auch Hamburg zählt übrigens zu dem Nettozahlern. Eine Ausweitung dieses Konzeptes auf ganz Europa ist unbezahlbar. Kein Wähler hat diesem Konzept jemals in einer freien Wahl seine Zustimmung gegeben. 2. Die EU ist ein schief konstruiertes Haus, bei dessen Bau leider zu früh mit Arbeiten am Dach (der Währungsunion) begonnen wurde. Noch mehr Vergemeinschaftung und Transfer ohne Mitbestimmung der betroffenen zahlenden Bürger wäre ein weiterer fataler Fehler. Beherzte Korrekturen des Euro-Systems wären noch möglich, dazu zählt auch ein Ausschluß nicht kooperativer Mitglieder. Alle Gesetze und Kontrollmechanismen der EU haben sich als wirkungslos erwiesen. Neue Versuche (EU-Wirtschaftsregierung etc.) werden ebenfalls scheitern. 3. DIe Interessen vieler Akteure sind klar durchschaubar. Die politiker einiger Südländer wollen nicht mit dem Sparen anfangen. Medienmogul Berlusconi willl höhere Steuern vermeiden. Einige Spekulanten wollen auf Kosten der Steuerzahler gerettet werden. Die allgegenwärtigen Enarchen, die die EU und viele großen internationale Organisationen dominieren, wollen die Pleite ihrer stark in Griechenland engagierten Großbanken abwenden. Trichet, Lagarde und Co. sind nichts als Handlanger des Elyseepalastes. Und ein paar alterstarrsinnige deutsche Politiker wollen ihre gravierende Fehler der Vergangenheit verschleiern. 4. Die Euro-Rettungsschirme und die rechtswidrige EZB-Vergewaltigung zur Finanzierung maroder Staaten haben mittel- und nordeuropäische Stuerzahler schon zig Milliarden gekostet. Es handelt sich um den größten Bankraub der Weltgeschichte. Nicht einmal der Rücktritt der Herren Weber und Stark von ihren Notenbanken hat unsere Spitzenpolitiker bisher aufgeweckt. 5. Auch die Südländer werden verlieren. Durch die ständigen Transfers werden notwendige Reformen verhindert. Ohne einen Austritt aus dem Euro wird ein Land wie Griechenland zudem nie wettbewerbsfähig. Wenn zudem auch die wenigen soliden EU-Länder in die Pleite getrieben werden, kann bald niemand mehr die gewaltigen EU-Strukturfonds bedienen. Sie kämpfen einen gerechten Kampf im Interesse der Bürger unseres Landes, die Sie laut aktuellen Umfragen zu mehr als 75% in der Ablehnung des Rettungsschirmes unterstützen. Wenn es mit der aktuellen Politik weitergeht, werden sich die Bürger aller Länder von der europäischen Idee verabschieden und die EU als ganzes mit unabsehbaren Folgen implodieren. Eklatanter Rechtsbrüche (No-bail-out, keine Staatsfinanzierung durch die EZB etc.) und die wirtschaftliche Enteignung der Bürger sind unverzeihliche Fehler. En passant können Sie noch die FDP retten, die sofort wieder zweistellige Wahlergebnisse erzielen würde. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem einsamen Kampf im Bundestag Ihr
Mitgliederentscheidverfasst am 10.09.2011 von Moritz LindenauSehr geehrter Herr Schäffler & Unterstützer, vielen Dank für diese Initiative! Ich habe soeben einen Online-Mitgliedsantrag ausgefüllt, um gegen diese unverantwortliche Politik abzustimmen. Wenn die FDP den ESM stoppt, hat sie endlich wieder eine Existenzberechtigung und man kann sie als liberal denkender Mensch wieder wählen. Viele Grüße aus dem hohen Norden
Zustimmung für diese Initiativeverfasst am 10.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Schäffler, die Reaktion in Medien, Blogs und Foren hat einen eindeutigen Tenor: mit diesem Thema hat die FDP ihr eigenes Schicksal in der Hand. Wenn sie es schafft, sich auf der Basis eines Mitgliederentscheids - in Regierungsverantwortung - gegen den Marsch in die Transferunion zu stellen, darf sie als Bewahrerin des deutschen Wohlstands und der europäischen Vernunft gelten. Lassen Sie sich weder von Leuten, denen das eigene Land "zu groß" und "zu gefährlich" ist und die es deshalb endgültig in den Vereinigten Staaten von Europa aufgehen lassen wollen, noch von einer Parteiführung, die ihren liberalen und marktwirtschaftlichen Kompaß verloren zu haben scheint, aufhalten. Meine Stimme haben Sie bereits erhalten.
Mitgliederentscheidverfasst am 10.09.2011 von Michael HofmannSehr geehrter Herr Schäffler, prima, dass Sie einen Mitgliederentscheid organisieren! Ich habe den Antrag eben unterschrieben und an die angegebene Faxnummer gesendet! Viele Grüße Michael Hofmann
Sehr geehrter Herr Schäfflerverfasst am 10.09.2011 von Rudolph Rene (www.EU-Diktatur.com)Respekt. Weiter so. MfG Rudolph Rene
Mitgliederentscheidverfasst am 10.09.2011 von Bernd VogelIch finde das eine sehr gute Initiative, die ich unterstütze. Ich lehne eine Ausweitung des Rettungsschirms ausdrücklich ab, da damit unkalkulierbare Risiken verbunden sind. Ebenso lehne ich jede Form von Eurobonds ab, auch den weiteren Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB. Der Rücktritt von Jürgen Stark sollte als unübersehbares Fanal zur Kenntnis genommen werden. Bernd Vogel aus Loxstedt
Mitgliederentscheidverfasst am 10.09.2011 von Christoph SchmidtSehr geehrter Herr Schäffler, sollen nicht schon im September wesentliche Entscheidungen im Bundestag getroffen werden, nicht erst im Dezember? Ich habe soeben das Unterstützungsformular gefaxt. Bei dieser Bundesregierung fehlt wirklich der Kompass. Wenn man wegen statistisch absolut geringer Restrisiken von einem Tag auf den anderen sieben Atomkraftwerke stilllegt (die Meinungsumfragen waren wegen Fukushima auf 80% gegen Atomkraft angestiegen), wieso wiegen die "Restrisiken" dieser milliardenschweren Bürgschaften dann nicht viel schwerer, weil deren Eintrittswahrscheinlichkeit tausendmal höher als ein Atomunfall in Deutschland ist, wobei ja gleichermaßen 80% der Bundesbürger gegen diese "Rettungsschirme" votieren? Beste Grüße
Euro-Rettungsschirmverfasst am 11.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Schäffler, bei der letzten Bundestagswahl habe ich die FDP gewählt und wurde seither so enttäuscht, Die meisten meiner Gesprächspartner zu diesem Thema sind der Meinung, dass man Staaten wie Griechenland Ich beschäftige mich intensiv mit Wirtschaftsthemen und frage mich, wie es andere Länder schaffen wollen aus der Krise Wenn ihr Mitgliederentscheid erfolgreich endet und die FDP einen vernünftigen Weg aufzeigt, wie wir aus dieser Krise Mfg
EURverfasst am 11.09.2011 von einem GastIch stimme dem Aufruf voll und ganz zu: - Demokratiedefizite in der EU werden durch die vielfältigen Rettungsschirme und deren Entscheidungsgremienverstärkt, nicht verringert. Kaum ernsthaft wird in der öffentlichen Politik diskutiert, dass auch die griechische Bevölkerung (ausgenommen vielleicht die Politiker und überzähligen Beamten) keine Chance auf Besserung hat. Griechenland ist nicht in der Lage gegen die effiziente Wirtschaft in den Ländern des ehemaligen "DM-Blocks" oder in Ostasien zu konkurrieren. Nur mit der Möglichkeit, die eigene Währung abzuwerten, damit Exporte zu erleichtern und Importe zu verteuern, wäre Griechenland in der Lage wenigstens einen halbwegs funktionierenden Binnenmarkt aufrecht zu erhalten. Zudem sollten auch Politiker aus der Geschichte lernen können: Währungsunionen sind zum Scheitern verurteilt, wenn unterschiedliche Mentalitäten unterschiedliche Arten des Wirtschaftens zur Folge haben. Mit Transfers kann das Sterben nur verlängert und kostspieliger gemacht werden. Im Übrigen sind auch die USA oder die Schweiz keine Gegenbeispiele, da dort der Bund jeweils nicht für die Teilstaaten und Kantone haftet (und dieses den Teilstaaten und Kantonen glasklar ist).
ESMverfasst am 11.09.2011 von Jürgen KochSehr geehrter Herr Schäffler, mein Name ist Jürgen Koch und bin Beisitzer und Delegierter im Vorstand des KV München Ost (ca. 350 Mitglieder).
Mitgliederentscheidverfasst am 11.09.2011 von einem GastIch begrüße die Aktion sehr und werbe für Sie. Endlich vielleicht eine Möglichkeit, diesem Irrsinn nicht tatenlos zusehen zu müssen.
Unterstützer der Initaitive werbenverfasst am 12.09.2011 von mr_andersonAls bereits registrierte oder zukünftige Nutzer der liberalen Kommunikationsplattform my.FDP können Sie tausende Parteimitglieder oder Unterstützer kontaktieren: https://my.fdp.de/ mfg "Altdiskutant" bei
Varus, Varus: gibt mir meine Billionen wieder!verfasst am 14.09.2011 von Cangrande (beltwild.blogspot.com/)Ich jedenfalls drücke dem Vernunftpatrioten Frank Schäffler beide Daumen, dass er sowohl seine Partei vor dem Absturz ins Bodenlose bewahrt - wie auch unsere Land vor gigantischen Schuldenverstrickungen! Bünde - Kalkriese, Schäffler - Arminius! ;-) ceterum censeo DER WUNDBRAND ZERFRISST DAS ALTE EUROPA, POPULISTISCHES MANIFEST
Mitgliederentscheidverfasst am 21.09.2011 von Dr. Hellmuth BergmannVon der EWG über die WG bis zur EU ist Europa langsam und diskontinuierlich in fast 60 Jahren gewachsen. Dabei ging es von Anfang an immer drei Schritte vorwärts und zwei zurück. Mit anderen Worten, wir haben uns von Krise zu Krise langsam aber stetig zu unser aller Vorteil entwickelt. Dazu hat der Euro ganz entscheidend beigetragen. Gerade wir Deutschen haben davon erheblich profitiert, nicht zuletzt deswegen, weil wir, im Gegensatz zu manchen anderen unsere Chancen zu nutzen wussten. Wir müssen uns aber auch daran erinnern, dass Deutschland unter Rot-Grün und Frankreich die ersten Länder waren, die vor weniger als zehn Jahren gegen den Stabilitätspakt grob verstoßen haben, aber alles daran setzten, jegliche Art von Ermahnung durch die Kommission und jegliche Art von Sanktionen zu vermeiden. Das ging eben gegen unseren nationalen Stolz, brachte aber die anderen dazu, es nach deutschem Vorbild mit dem Sparen nicht ganz so ernst zu nehmen und auf Hilfe zu hoffen. Auch jetzt gelingt es ja der Koalition nicht, wenigstens soviel zu sparen, dass wir 2012 keine Schulden mehr machen müssen. Wieviel mehr müssen die Griechen, Portugiesen usw. sparen! Wir sind also nicht ganz so gut, wie viele meinen. Erinnern wir uns an die Einführung des Euro. Der Kurs Euro gegen Dollar wurde auf 1,20 festgesetzt, was ungefähr der Kaufkraftrelation entsprach.Im Zuge der ersten Krise fiel der Euro auf etwa 0,83 Dollar. Kontinuierlich stieg er wieder auf fast 1,50 Dollar je Euro und schwankt jetzt zwischen 1,35 und 1,45. Warum? Weil die von den USA und Großbritannien unabhängigen Länder, seien es die Ölstaaten, sei es China oder auch manche Schwellenländer in den Euro inzwischen mehr Vertrauen haben als in den Dollar oder gar das britische Pfund. Das läßt die "Märkte" aber nicht ruhen. Sie spekulieren mit aller Kraft gegen den Euro. Aber welche Märkte sind das und wo liegen deren Interessen? Wo wird das meiste Geld, die meisten Aktien und Rohstoffe umgeschlagen? Wo sitzen die Investementbanken, die Hedgefonds usw.? Weder in Frankfurt, noch in Paris, sondern in New York und in London. Diese "Märkte" haben aber überhaupt kein Interesse an einem Euro, der ihre bislang dominante Stellung als "Reservewährung" und damit ihre Macht beeinträchtigt. Mit anderen Worten, ein Teil der Schuldenkrise ist EU-hausgemacht, aber ein erheblicher Teil wird der EU jedoch von Außen aufgezwungen. Wollen wir in dem globalen Vieleck "USA-China-Russland-Indien und anderer Schwellenläner" bestehen, brauchen wir nicht nur den Euro, sondern einen starken Euro. Den werden wir uns kurzfristig aber nur erhalten, wenn wir die verschiedenen Rettungsschirme bekommen! Kurzum, ich bin gegen diese Fragestellung und diese Abstimmung, sie greift bei Weitem zu kurz. Es gibt keine reinen Lösungen in Europa, sondern immer nur langfristige, eher unbefriedigen Kompromisse und langsame Entwicklungen zu besseren, aber dennoch unvollkommenen Lösungen. Ohne Rettungsschirme käme es aber zu rasend schnellen und nicht mehr steuerbaren Entwicklungen, die vor allem den Märkten der City und der Wallstreet zu gute kämen.
Ich möchte an 2 bis 3 Sachen erinnernverfasst am 13.09.2011 von Thorsten EckauSehr geehrte Damen und Herren, zunächst zum grundsätzlichen: Ich freue mich persönlich ebenfalls sehr über die Aktivitäten von Hr. Schäffler und zolle ihm höchsten Respekt. Die verschiedenen Meinungsäußerungen weiter oben "pro" des Entscheids, haben ja bereits alle dafür relevanten Fakten enthalten. Warnen möchte ich jedoch davor, hier zu viel Hoffnung zu hegen: Wir erleben derzeit, dass eine CDU intern eine Hand voll "Abweichler" zeitigt, während das Thema von dem abgewichen wird von SPD, Grünen und Linkspartei zu 100% unterstützt wird (die Linke wird nur aus mangelnder demokratischer Sozialisation sich enthalten, ist aber natürlich zu 100% für bedingungslose Umverteilung). Sollte jemand von Ihnen hier eine andere Meinung vertreten, meine Sichtweise untermauern oder "zerlegen" können, wäre ich für ein entsprechendes Feedback dankbar. Mit besten Grüßen aus Köln
Ich konnte mir nie vorstellen, die FDP zu wählen...verfasst am 13.09.2011 von einem Gast...aber, sehr verehrter Herr Schäffler, wenn Sie es schaffen, genug Unterschriften für einen Mitgliederentscheid zusammenzubekommen, werde ich bei den nächsten Wahlen meine Meinung ändern und das Kreuz bei der FDP machen. Resignierte Grüße, ein Piratenparteiwähler, der eben diese auch für zu weich und konform hält.
Echte Liberale sind nicht unwichtig !verfasst am 14.09.2011 von Thomas Karnasch (rechtsmissbrauch-durch-justiz-politik.blogspot.com/2011/09/das-regime-merkel-lasst-also-auch.html)http://wirtschaftsminister-bruederle.blogspot.com/2011/09/wieviel-millia... Wieviel Milliarden Euro mag besonders diese zu oft unfähige FDP bisher gekostet haben ??? Schade : Ausgerechnet FDP Generaldo Christian Lindner zeigt auch zudem eher unbeholfen mit dem Finger auf Griechenland. Ich vermisse doch ernsthaft angebrachte differenzierte Äußerungen !!! = Natürlich hätten darüber hinaus weitaus schnellere und noch vielmehr gezieltere Maßnahmen ergriffen werden können !!! = Für echte Christen u.a. sowieso doch eigentlich selbstverständlich !!! = De Facto gibt es also auch in der deutschen Politik keine echten u.a. Christen !? Klarer Fall : P.S. Wie mehrfach auch hier ausführlich angedeutet,ist besonders das Sanieren der Haushalte eher unkompliziert - wenn besonders Mann Politiker denn will !!! = Das gesteigerte Selbstbewußtsein der Deutschen ist ein Hauptfaktor für den gewissen wirtschaftlichen Aufschwung der letzten Jahre ! = Mein Schreiben über die Jugendrandale kam bei oberen Polizeibeamten z.B. richtig gut an im TV !
Ein Gastverfasst am 15.09.2011 von einem GastSehr geehrter Herr Scheffler, ich bin zwar kein FDP-Mitglied – ich konnte mich aber bisher als Sympathisant Ihrer Partei bezeichnen. Ich unterstütze Ihre Initiative voll und ganz. Bitte geben Sie mir einen Grund wieder zur Wahl zu gehen. Für uns als Volks- und Betriebswirte ist dies zugleich eine interessante und zugleich beängstigende Zeit. Werden die Regierenden es schaffen Ihren Plan umzusetzen das fragile Konstrukt zwischen Hyperinflation und Staatsbankrott auszubalancieren oder kommt es am Ende doch zum ganz großen Knall? Noch eine Bemerkung zu Herrn Dr. Bonetti. Es geht hier eben nicht darum, dass die Starken den Schwachen helfen. Dagegen hätte ich im Prinzip nichts einzuwenden. Estland, das auch zur Euro-Zone gehört hatte im Jahr 2010 einen leichten Haushaltüberschuss und auch in den Jahren zuvor angemessene Zahlen, obwohl sein BIP/Kopf mit 15851 $ deutlich unter dem griechischem mit 20400 $ liegt. Irland, das ebenfalls gerettet werden muss hat gar ein höheres BIP/Kopf als Deutschland. Es geht lediglich darum ob diejenigen, die vernünftig gewirtschaftet haben, denjenigen helfen, die die auf Pump gelebt haben. Diese Politik ist mit ordnungspolitischen Grundsätzen unvereinbar und hat mit Gerechtigkeit (egal ob man sie mit Hobbes oder Marx definiert) nichts zu tun. Wie bitte soll ein Finanzausgleich auf europäischer Ebene Irlands Bonitätsprobleme lösen und wieso sollten zusätzliche Zahlungen an das liquide Estland den Euro retten? Hätten die USA einen Finanzausgleich würde das extrem reiche aber pleite gegangene Kalifornien noch schlechter dastehen – wenn Sie glauben dass dies den Dollar retten könnte möchte ich mal wissen in welcher Fachrichtung Sie Ihren Doktor eigentlich gemacht haben. Mit besten Grüßen aus Brandenburg
Insolvenzverschleppung?verfasst am 16.09.2011 von einem GastHallo! Ich unterstütze diese Initiative ausdrücklich und freue mich, dass ich letztes Jahr der FDP beigetreten bin! Ich bin sehr verwundert über die Haltung der Bundesregierung und dies aus folgenden Gründen: 1) Wir tun den Griechen keinen Gefallen (die Zahlungen/Garantien der EU erhalten weder die Griechen noch die griechische Wirtschaft, sondern stellen i.d.R. die Ablösung von alten, bestehenden Forderungen dar). Eine Ablösung durch die Drachme mit Abwertung und Schuldenschnitt wäre für das griechische Volk vermutlich sinnvoller. 2) Signalwirkung: Es könnte andere Staaten geben, die sich auf die Vorgehensweise bei Griechenland berufen. Eine Gleichbehandlung wäre hier wahrscheinlich, oder? Welche Argumente hätte man dagegen? Und Verträge wie Maastricht sind ohnehin schon Makulatur, selbst wenn für die Zukunft ein anderes Vertragswerk geschaffen würde... 3) Es ist keine ganzheitliche Strategie erkennbar. Ausgeblendet wird auch das "Fass ohne Boden" (wenn wir und die restlichen EU Staaten sogar kurz- bis mittelfristig mehreren Staaten Geld oder Garantien geben, können wir unter Umständen irgendwann nicht zurückrudern, da dann unsere Garantien fällig werden bzw. unsere Gelder verloren sind!)... Das "Worst-Case Szenario" bedeutet doch ein mögliche Pleite der EU und auch der BRD!! Ich persönlich möchte gerne den Griechen helfen, aber zusätzliche Gelder oder GArantien sind der falsche Weg! Es gibt eine einfache Gleichung: Jeder entscheidet, ob er heute mehr konsumiert und später weniger Geld zur Verfügung hat (Gegenwarts- vs. Zukunftskonsum). Diese Insolvenz sollte als Beispiel für alle zukünftigen Fälle genommen werden und als "geordnete Insolvenz" durch ein zu formulierendes Regelwerk abgewickelt werden. Dies wäre konsistent und eine positive Signalwirkung; für alle EU-Staaten! Eine mögliche Rückfalloption würde ich aber einbauen, wenn die "Hausaufgaben" nach 10-15 Jahren gemacht wurden. Alles andere nenne ich staatliche Insolvenzverschleppung! Oder die EU sagt, wir zahlen unendlich viel, egal was Griechenland unternimmt. Denn die Zahlungsunfähigkeit Griechenlands (ab Oktober) ist bekannt. Die Erfüllung der Forderung der EU und Hilfen der EU allerdings ungewiss... Die Chefin des IWF hat jüngst zu "bold action", also kühnem Handeln der EU-Staaten aufgerufen. Ich kenne kühnes oder mutiges handel nur von Rittern, Helden oder Lebensrettern... Wir haben hier eine klare ökonomische Situation, die seit Jahren bekannt ist (zumindest von Griechenland und Insidern der EU), hier nun solch unüberlegte, emotionale Reaktion zu fordern ist beispielhaft für die Politik in diesen Tagen. Ich hoffe viele Mitglieder unterstützen diesen Entscheid UND die Bundesregierung, insbesondere die FDP- handelt endlich wieder verantwortungsvoll! Viele Grüße, Jean-Jacques Schwetz
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