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Minipaket reicht nicht

15.06.2010 – Stichwörter: – 2 Kommentare

Die angekündigten Maßnahmen zur Konsolidierung des Bundeshaushaltes sind das absolute Minimum, um die Vorgaben der Verfassung einzuhalten. Der Staat lebt über seine Verhältnisse.

Die Maßnahmen reichen nicht aus, um Deutschland aus der Verschuldungsfalle zu führen. Wenn dies nicht gelingt, droht eine hohe Inflation, die Sozialhilfeempfänger, Arbeitslose und Rentner besonders trifft. Sie müssen dann mittelfristig die Zeche mit hohen Konsumgüterpreisen bezahlen. Deshalb müssen weitere Maßnahmen auf der Ausgabenseite folgen. Ohne weitere Einschnitte im Bereich des Arbeits- und Sozialministeriums ist dies nicht möglich. Dazu gehört eine ehrliche Diskussion über die aktive Arbeitsmarktpolitik und den Zuschuss des Bundes zur Rentenversicherung. Wer dies nicht will, fährt den Karren bewusst vor die Wand.

Dieser Beitrag erschien auch auf www.oekonomenblog.de.

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bitte weiterhin so klare Aussagen

verfasst am 30.06.2010 von Janek

Sehr geehrter Herr Schäffler,

danke für Ihre klaren und deutlichen Worte (für einen Politiker) - auch schon in Ihren voherigen Beiträgen.

Sie haben in Ihrem Beitrag nicht den Begriff "sparen" oder "Sparpaket" verwendet - völlig zurecht übrigens!
Sparen wird laut Wikipedia nämlich als "das Zurücklegen momentan freier Mittel zur späteren Verwendung. Häufig wird durch wiederholte Rücklage über längere Zeit ein Betrag aufsummiert, der dann für eine größere Anschaffung verwendet werden kann." definiert. Was die deutsche Regierung momentan groß ankündigt, ist also kein "sparen" sondern lediglich eine geplante Reduktion der jährliche Neuverschuldung!

Wie viel größer das Problem eigentlich ist, in welchem wir uns nach jahrzehntelangem "über die Verhältnisse leben" und "Wahlgeschenken" aktuell befinden, macht der Bund der Steuerzahler mit einem Rechenbeispiel sehr deutlich:

"Die Schulden des Bundes, der Länder und der Gemeinden wachsen und wachsen. Die Schuldenuhr des Bundes der Steuerzahler beweist dies eindrucksvoll. Die Staatsschulden werden am Ende des Jahres 2010 die Höhe von knapp 1.800 Milliarden Euro erreicht haben. Zur Veranschaulichung dieser Zahl kann folgendes Beispiel dienen: Würden ab sofort keine Schulden mehr aufgenommen und würde die öffentliche Hand gesetzlich verpflichtet, jeden Monat eine Milliarde Euro an Schulden zu tilgen, so würde dieser Prozess rund 138 Jahre lang andauern müssen, um den Schuldenberg vollständig abzutragen. Quelle: http://www.steuerzahler.de/Verschuldung/7688c8973i1p477/index.html"

Die Lösung des Problems.... na es gibt vermutlich jetzt keine "einfache" Lösung mehr - nur sehr schmerzhafte, die dabei auch die breite Bevölkerung treffen werden. Allerdings gibt es immer mehr Bürger, die dies bereits schon ahnen und nicht durch "Superstar Wahlen" und "Fußball Events" von den wirklich wichtigen Dingen abgelenkt sind....

Deutschland bräuchte mehr Poltiker wie Sie!

MfG Janek





Rentenversicherungssystem = Ponzi ?

verfasst am 02.07.2010 von Bernard M.

da kommt mir ein heute gelesener Artikel in den Sinn: http://www.spektrumdirekt.de/artikel/1034794&_z=798888
evtl. ist zu diesem Thema auch folgender Leserbrief interessant: http://www.spektrumdirekt.de/artikel/1038069