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Nicht mehr so wie vorher

02.06.2010 – Stichwörter: – 7 Kommentare

Als Peer Steinbrück kurz nach der Lehman-Pleite sagte: "Die Welt wird nicht mehr so sein wie vorher", war vielen nicht klar, was er damit meinte. Jetzt schon. Wenn sich Regierungschefs und Finanzminister auf einen kollektiven Rechtsbruch verständigen und die Europäische Zentralbank ihre Verpflichtung auf die Geldwertstabilität über Nacht aufgibt, dann kann einem nur angst und bange werden. Die beiden Rettungspakete für den Euro sind nicht nur von ihrem Volumen her besorgniserregend. Auch ihr Zustandekommen war anders, nahezu handstreichartig. Das zerstört unser Rechtsempfinden. Mit dem Verstoß gegen die Nichtbeistandsklausel in den EU-Verträgen wird die EU als Rechtsgemeinschaft geschleift und die Wirtschaftsordnung in Europa verändert. Gegen diesen Verstoß kann nur ein Organ der EU direkt vor dem Europäischen Gerichtshof klagen. Was für ein Konstruktionsfehler. Alle Kartellmitglieder sind sich einig, der Bürger wurde jedoch nie gefragt.

Nicht nur das: Auch der Respekt vor dem Recht geht verloren. Wieso sollen sich Bürger an Recht und Gesetz halten, wenn die Regierungschefs und Finanzminister Fundamente der gemeinsamen Währung über Nacht über Bord werfen können? Wieso sollen die Bürger so wegweisende EU-Initiativen wie das Glühbirnenverbot und die Festlegung des Salzgehaltes von Brezeln befolgen, wenn andere in fundamentalen Fragen gemeinsames Recht kollektiv nicht befolgen?

Wir leben wahrlich in schwierigen Zeiten. Anders als in der Politik haben die Bürger ein gutes Empfinden, was derzeit passiert. Der Euro verliert an Wert, die Menschen flüchten in Sachwerte und der Goldpreis erklimmt immer neue Rekorde. Klar ist: Das Misstrauen gegenüber der Lösungskompetenz des Staates nimmt zu. Das ist vielleicht das einzig Positive an dieser Entwicklung.

Dieser Beitrag erschien in "eigentümlich frei".

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eigentümlich anders

verfasst am 04.06.2010 von Jens Veit Günther (www.sachwert-blog.de)

Sehr geehrter Herr Schäffler,

ich bin sehr überrascht und erfreut von einem Politiker der 5 Bundestagsparteien ein offenes Wort zu Rechtsbruch und zu fehlender Lösungskompetenz des Staates zu hören. Vielen Dank!

Vielleicht fahren wir ja dank Ihrer und vielleicht auch anderer mutiger Politiker den Karren doch nicht mit 180 vor die Wand. Bleiben Sie mutig!

Mit freundlichen Grüßen
Jens Veit Günther



Dem kann man nur zustimmen ;)

verfasst am 05.06.2010 von einem Gast

Dem kann man nur zustimmen ;) Weiter Frank, wir brauchen dich wo du bist!





Vielen Dank, Herr Schäffler

verfasst am 05.06.2010 von einem Gast

Sehr geehrter Herr Schäffler,

vielen Dank für Ihr Engagement!

Meine all wochenendlichen Recherchen führten mich auch auf Ihren Internetauftritt. Ich war und bin hocherfreut über Ihre Artikel, Ihre Meinung und vor allem darüber, dass Sie über die Missstände in Europa als deutscher Politiker informieren und überhaupt informiert sind.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Team viel Kraft und Erfolg für den Beginn einer Renaissance!

Sollte ich Sie als 38-jähriger Familienvater und Wirtschaftswissenschaftler in Ihrer Aufklärungsarbeit unterstützen können, biete ich mich hiermit im Rahmen meiner Möglichkeiten (auch ehrenamtlich) an.

Hochachtungsvoll,

Christian Elvers





Nichts mehr so wie vorher!

verfasst am 05.06.2010 von Andreas Stein (www.forum-fuehrung.com)

Sehr geehrter Herr Schäffler,

seit einem guten Jahr verfolge ich Ihre Beiträge und Kommentare über Twitter und Facebook. Nicht immer habe ich verstanden, was Sie beschrieben haben, aber Ihre Auffassung hat mich interessiert und bereichert. Das hat sich in den letzten Wochen geändert.

Die Ereignisse im Zusammenhang mit der Euro-Krise haben BEWIESEN, dass die reale Finanzpolitik der letzten Jahre nicht zu einer Verbesserung der Stabilität geführt haben, sondern in das Gegenteil gelaufen sind. Die Stabilität der Finanz- und Realwirtschaft erlebt eine nie erlebte Krise und die Zukunft ist unsicherer denn je. Nun ist guten Rat teuer: Wie kommen "wir" da wieder heraus?

Sie haben mit Ihren Worten und mit Ihrem Verhalten den Bruch der Entwicklung in den letzten Wochen sehr mutig nachvollzogen. Dafür meine Bewunderung! Wahrscheinlich muß man aus Ostwestfalen stammen (das haben wir gemeinsam), um einen solch einsamen Weg zu gehen. Andererseits: Schon die Römer haben vor 2000 Jahren erlebt, dass mit den Ostwestfalen nicht zu spaßen ist, dass man dort mit heftigsten Widerständen rechnen muß :-)

Falls Sie einen Presseverteiler haben, nehmen Sie bitte die Mailadresse der Online-Redaktion http://www.forum-fuehrung.com: redaktion@forum-fuehrung.com oder meine oder meine persönliche: andreas.stein@forum-fuehrung.com

Ich möchte Ihre Analysen weitertragen.

Mit besten Wünschen,
Andreas Stein





DANKE!

verfasst am 06.06.2010 von einem Gast (17juni2010.mixxt.de/)

Sehr geehrter Herr Schäffler,

vielen Dank, dass Sie sich den unsäglichen Hilfspaketen verweigert haben!

Herzliche Grüße

Gerold Keefer





Danke für Ihren Mut Herr Schäffler!

verfasst am 08.06.2010 von einem Gast

Vielen Dank Herr Schäffler für Ihren Mut, über finanzpolitische Zusammenhänge aufzuklären, die sich kaum ein Politiker zu sagen traut. Insbesondere für Ihr NEIN gegen den Euro-Stabilitätspakt mit Ihrer persönlichen Begründung dazu. Das gibt ein wenig Hoffnung, dass es doch Politiker gibt, die aus dem allgemeinen Marionettentheater aussteigen. Ich wünsche, dass Sie auch anderen so wie Sie "aufgeklärten" Politikern und Entscheidungsträgern damit Mut machen, über die wahren Hintergründe der Finanzproblematik aufzuklären und echte Lösungswege aufzuzeigen, welche die Ursachen beseitigt und nicht an den Symptomen herumdoktert. Die Krise ist Chance . . .
Also weiter so! Mit besten Grüßen - Johannes Seewald





Mutiges Statement in schweren Zeiten

verfasst am 08.06.2010 von einem Gast

Ich bin bin kein Anhänger der FDP und dies nie gewesen. Aber Ihr mutiges Statement gegen den um sich greifenden monetären Wahnsinn, bei dem die staatlich Organe zu einem Büttel des Finanzabsolutismus verkommen, ragt heraus und macht auch Mut. Sie schreiben ganz richtig dass mit diesem Rettungsschirm der Euro nicht verteidigt wird. Es ist fast ein Euphemismus: Sie "kämpfen" um den Euro und setzen Europa - diese späte Frucht zweier Weltkriege - auf Spiel. Soweit darf es nicht kommen, soweit hätte es nie kommen dürfen!

herzlichst
Manfred Comes