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Griechenland-Schrecken: Apokalypse now?

30.04.2010 – Stichwörter: – 7 Kommentare

Derzeit wird vor apokalyptischen Zuständen gewarnt, falls wir Griechenland nicht mit frischem (Steuer-)Geld versorgen. Dieser Automatismus war schon das Hauptargument bei der Schieflage der IKB und der HRE in Deutschland. Doch was wäre, wenn Deutschland Griechenland Kredite verweigern würde?

Das Hauptproblem ist sicherlich die Eigenkapitalschwäche der heimischen Geldinstitute und das Engagement derselben in griechischen Anleihen. So sollen deutsche Institute rund 43 Milliarden Euro in griechische Schrottpapiere investiert haben. Zu lesen war, dass eine vorübergehende Zahlungsunfähigkeit der Hellenen zu einem Wertberichtigungsbedarf der Papiere in den Büchern unserer heimischen Finanzdienstleister von 50 Prozent führen würde. Also würden Abschreibungen von fast 22 Milliarden Euro notwendig. Wirft das unser Bankensystem um?

Nein. Trotz Verschuldungskrise haben die heimischen Banken noch Eigenkapital von rund 340 Milliarden Euro. Eine Insolvenz Griechenlands würde die Eigenkapitalbasis unseres Bankensystems um rund 6 Prozent reduzieren. Das wäre marktgerecht und auch verkraftbar. Hilfen dagegen nicht. Bis Ende 2012 muss Griechenland mindestens 150 Milliarden Euro finanzieren. Mit staatlichen Krediten ist das Grundproblem Griechenlands nicht gelöst. Ohne eine wettbewerbsfähige Wirtschaft kommen die Hellenen aus ihrer selbstverschuldeten Verschuldungsspirale nicht heraus. Je eher Griechenland und die übrige Staatengemeinschaft dies erkennt, umso besser ist es. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

Dieser Beitrag erschien auch bei "eigentümlich frei".

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Sie haben ja so recht !

verfasst am 04.05.2010 von einem Gast

Sie haben ja so recht Herr Schäffler. Frau Merkel ist bei Ihnen in guten Händen.
Sie und unsere Kanzlerin müssen jetzt verdammt stark sein.

Wie Sie schon schreiben, lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende !



endlich jemand der dieses

verfasst am 04.05.2010 von einem Gast

endlich jemand der dieses Fiasko mit Griechenland verständlich erklären kann, danke Herr Schaeffler für den Beitrag morgens um 7 Uhr im WDR 2. Weiter so .





Griechenland

verfasst am 06.05.2010 von einem Gast

Sehr geehrter Herr Schäffler,

ich danke Ihnen dafür, dass Sie einer der wenigen Abgeordneten sind, die sich gegen die rechtswidrigen Griechenland-"Hilfen" stellen.
Bitte schließen Sie sich der Klage der Professoren Schachtschneider, Hankel etc. an. Die Bürger werden es Ihnen danken, die Klage wird mit Ihrem Namen verbunden werden, Sie werden in den Augen der Bevölkerung ein Held sein und Sie werden sich in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein Denkmal setzen.





vollste Zustimmung

verfasst am 07.05.2010 von einem Gast

endlich jemand, der nicht nur nachdenkt sondern auch auf Volkes Stimme hört (laut emnid Umfrage sind 75% der Deutschen gegen eine Hilfe)





Griechenland

verfasst am 08.05.2010 von Ulrich Wehmeier

Lieber Herr Schaeffler,
die Parteien und ganz besonders die Regierungsparteien sind dabei, den Rest des Vertrauens der Wähler zu verspielen, was sie noch besaßen. Und das sage ich als FDP Mitglied.
Ich bin verzweifelt, mit ansehen zu müssen, was sich in diesen Tagen abspielt. Als Steuerzahler und als überzeugter Anhänger der sozialen Marktwirtschaft wird mir ein grausames Schauspiel geboten. Gedanklich und in Diskussionen habe ich Angela Merkel als Bundeskanzlerin immer unterstützt - jetzt muss ich meine Meinung revidieren. Sie wird leider dafür sorgen, dass die geschaffenen Werte und Vermögen der Deutschen sich in naher Zukunft in Luft auflösen.
Herr Schaeffler, Sie sind einer der Wenigen, leider auch der FDP, die genauso denken. Ich bitte Sie, lassen Sie sich nicht 'den Schneid abkaufen' von Dr. Westerwelle.
Lesen Sie mal folgenden Kommentar, dem nichts hinzuzfügen ist:
http://www.gevestor.de/geldanlage/details/select_category/18/article/bankrotterklaerung.html
Eine FDP, die diesen Wahnsinn unterstützt, kann ich nicht wählen. Besser wäre es, Leute wie Sie, würden die Linie in der FDP bestimmen, tun sie aber im Moment nicht. Wann wird der Volkszorn so groß, dass es von der Finanzkrise zur politischen Systemkrise wird?
Mit voller Sympathie für Sie
Ihr Ulrich Wehmeier



Herr Wehmeyer, Ihrem

verfasst am 11.05.2010 von einem Gast

Herr Wehmeyer,

Ihrem Kommentar ist nichts mehr hinzuzufügen. Es ist nur noch grausam, was da abläuft.





Glückwunsch

verfasst am 18.05.2010 von Ein Wähler

Sehr geehrter Herr Schäffler,

ich gratuliere Ihnen zu Ihrer Gradlinigkeit. Ihre Begründung ist glasklar und selbst ich als langjähriger CDU-Wähler schäme mich dafür, dass in der Koalition niemand die Traute hat zu sagen: Dies ist eine Bankenrettung, und betroffen sind vor allem diejenigen Banken, denen wir mit unserem Rettungspaket I geholfen haben und die genau dadurch in die Versuchung geraten sind, hochriskante Geschäfte zu tätigen.

Ich wünsche Ihnen viel Glück, und lassen Sie sich nicht unterkriegen.

Ein Wähler