Das wäre der Anfang13.04.2010 – Stichwörter: – 2 KommentareGriechenland wäre der Anfang. Schon dieser würde teuer. Was derzeit an Zahlen öffentlich bekannt wird, ist nur ein Teil der Wahrheit. Mögliche Zusagen von 30 Milliarden Euro durch die Euro-Staaten und weiterer 15 Milliarden Euro durch den IWF sind bereits bekannt. Klar ist auch: Nicht alle Euro-Staaten werden und können sich daran beteiligen, also muss auch der Rest ausgeglichen werden. Klar ist auch, dass der IWF - und damit seine Mitgliedsstaaten - für seine Hilfe griechische Staatsanleihen erhält. Soweit zur Klarheit. Was nicht gesagt wird, ist, dass Griechenland bis Ende 2012 86 Milliarden Euro Altkredite refinanzieren und sein Haushaltsdefizit von kumulierten 40 Milliarden Euro ebenfalls finanzieren muss. Was ebenfalls nicht gesagt wird, ist, dass Hilfen des IWF Geldschöpfung aus dem Nichts, also Inflation bedeuten. Wilhelm Röpke, einer der Väter unser marktwirtschaftlichen Ordnung, sagte dazu: "Erst die Papierwährung hat uns gelehrt, was das Wort "Inflation" bedeutet, ja es gibt kaum eine einzige Papierwährung, die nicht früher oder später der Entwertung anheimgefallen ist, weil die verantwortliche Regierung entweder nicht imstande war oder gar nicht die Absicht hatte, die Geldmenge knapp zu halten." Dieser Beitrag erschien auch bei antibuerokratieteam.net.
War der Anfang nicht schon früher?verfasst am 23.04.2010 von einem GastJa, Griechenland IST der Anfang, und doch auch wieder nicht. Da Papierwährungen durch die Eigeninteressen derer, die darüber herrschen, allesamt dem Untergang geweiht sind, ist der erste Anfang sozusagen die Einführung der Papierwährung in einer Demokratie, in der es nur allzuleicht ist, mit geliehenem Geld Wählerstimmen zu kaufen, und in der es Wählerstimmen kostet, wenn man die wirtschaftliche Wahrheit verkündet. Insofern mögen die Euro-Einführung und jetzt ganz speziell Griechenland den Untergang der Währung der Deutschen zwar beschleunigen, und es wird einmal ein willkommenes Argument der deutschen Politiker sein, um von der eigenen Unfähigkeit abzulenken. Wenn man ehrlich ist, muß man aber zugeben, daß die Haushaltsdisziplin in Deutschland seit den 1970er-Jahren sehr zu wünschen übrig ließ, ganz gleich, welche Farben in der Regierung vertreten waren. So bleibt denen, die sich mit ihrem wirtschaftlichen Sachverstand nicht in der Politik durchsetzen können, immerhin die Möglichkeit, daß sie den langfristigen Untergang der Währung schon vorauswissen und sich entsprechend darauf einstellen können.
Der Anfang vom Ende ist gemachtverfasst am 06.05.2010 von einem GastDa die ganzen Tatsachen der Griechenland-Rettung so ungeheuerlich sind, daß man wohl befürchtet, daß es bei den Wählern allzu ungünstig aufgenommen werden könnte, läßt man die Katze lieber schrittweise aus dem Sack. "alea iacta est": Nun ist die deutsche Währung endgültig dem Untergang geweiht. Die letzte Chance, die Währungsunion zu verlassen, wurde ausgelassen. Man hätte entweder Griechenland aus der Währungsunion entlassen können (und später vielleicht noch andere PIIGS), oder Deutschland hätte seinerseits austreten können, da ganz offensichtlich die allermeisten sich nicht an die Regelungen halten. Wenn aber die Griechenlandhilfe durch ist, ist es endgültig zu spät, wir sind gemeinsam dem Untergang geweiht. Insofern ist dies eine Entscheidung, die vermutlich in den Geschichtsbüchern als „historisch“ eingehen wird. Trotz aller Lügen der Politiker über den "Nicht-Automatismus" werden auch die anderen Euro-Staaten gegebenenfalls unsere Hilfe beanspruchen und bekommen (sofern wir dann überhaupt noch in der Lage dazu sind). Ich möchte nicht behaupten, daß die deutschen Finanzen gesund sind. Es kann gut sein, daß wir auch ohne die Vernetzung mit den anderen Euro-Staaten einem Untergang unserer Währung entgegengehen würden, weil weit und breit kein Spitzenpolitiker zu sehen ist, der den Mut hätte, die Staatsfinanzen mit den notwendigen drastischen Maßnahmen wieder in Ordnung zu bringen. (Die Rolle, die die Opposition derzeit spielt, ist ja geradezu lächerlich.) Insofern ist es vielleicht gar nicht so schlecht, wenn dieser Untergang nun beschleunigt wird. Man kann nur hoffen, daß mit dem Untergang der Währung auch die ganzen bestechlichen und bestechenden Finanzstrukturen untergehen werden, und daß der Mob die herrschenden Politiker verjagen wird. Und es könnte wohl nicht schaden, sich für hinterher schon mal ein paar Gedanken zu machen, wie man eine stabilere Währung schaffen kann. Vorschläge gibt es ja genügend, aber die stammen von der "konservativen Schule", die sich derzeit kein Gehör verschaffen kann. Und wenn die aktuell Regierenden darüber nachdächten, käme sowieso nichts Vernünftiges heraus …
|