Die griechische Tragödie03.03.2010 – Stichwörter: – 12 KommentareDer drohende Bailout Griechenlands wirft die Frage auf: Wie würden die Märkte ohne staatliches Geldmonopol reagieren? Wäre eine solche Situation in einer marktwirtschaftlichen Geldordnung überhaupt eingetreten? Wohl kaum. Bereits die Verschuldung Griechenlands von über 120 Prozent des Bruttoinlandproduktes wäre ohne Geldschöpfung, die ungedecktes und beliebig vermehrbares Kreditgeld ohne Maß und Ziel produziert, nicht möglich gewesen. Was würde in einem Währungswettbewerb passieren, der gutes, werthaltiges Geld ermöglicht und Kredite, die nicht durch Ersparnisse gedeckt sind, also schlechtes Geld, verhindert? Diese Frage ist leicht zu beantworten: Ohne staatliches Geldmonopol würde die individuelle Nachfrage nach gutem Geld - bei einem allumfassenden Währungswettbewerb und der Möglichkeit für alle Menschen, die Produzenten von schlechtem Geld durch Abwanderung zu bestrafen - dazu führen, dass sich evolutionär eine neue Geldordnung entwickelt. In dieser sind die Möglichkeiten zur Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts aufgrund von Wettbewerb beschränkt und dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von gefährlichen Investitionsblasen. Der Staat hätte in dieser Situation nur wenig Spielraum. Sollten Kredite in der eigenen staatlichen Währung aufgenommen werden und aus purer Geldschöpfung bestehen, würde die private Nachfrage nach der staatlichen Währung und somit ihr Wert sinken. Umgekehrt würde die Nachfrage nach privatem Geld steigen und der Wert ebenfalls entsprechend ansteigen. Dieser Entwicklung könnte der Staat dann für seine eigene Währung nur durch höhere Zinsen entgegenwirken, wodurch sich die Rückzahlung dieser Kredite jedoch verteuern würden. Das heißt, der Staat würde durch die Zulassung konkurrierender Privatwährungen und eines allumfassenden Währungswettbewerbs gezwungen, eine nachhaltigere Haushaltspolitik zu verfolgen. Hieran lässt sich auch ablesen, dass eine nachhaltige Stabilisierung unserer Marktwirtschaft schrittweise von unten – durch die dezentrale Produktion und Nachfrage nach gutem Geld – möglich ist. Der Staat hat in diesem Stabilisierungsprozess allerdings die Aufgabe, durch ein geeignetes Privatrecht die Vertragsfreiheit in Währungsgeschäften und Wettbewerb zwischen privaten Währungen, zwischen privaten und staatlichen Währungen und zwischen staatlichen Währungen zu ermöglichen. Dieser Beitrag erschien in "eigentümlich frei".
Neue Geldordnungverfasst am 03.03.2010 von Francisco d'AnconiaSehr geehrter Herr Schäffler Diese Gedankengänge bei einem Politiker zu erkennen, finde ich wunderbar. Natürlich haben wir weltweit ein schlechtes Geldssystem und wenn Sie bei der Ursachenforschung das erste Glied der Kette suchen, dann werden Sie auf ein Buch stoßen, das Licht ins Dunkel bringt: "Die Kreatur von Jekyll Island - Die US-Notenbank FEDERAL RESERVE - Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale Hochfinanz je schuf" - Autor: G. Edward Griffin Die kurze Einführung auf der Umschlagrückseite lautet: "Gebt mir die Kontrolle über die Währung einer Nation, dann ist es für mich gleichgültig, wer die Gesetze macht." - Mayer Amschel Rothschild - Wie soll ein Bankier die Macht über die Währung einer Nation bekommen, werden Sie sich jetzt fragen. Im Jahre 1913 geschah in den USA etwas Unglaubliches. Einem Bankenkartell, bestehend aus den weltweit führenden Bankhäusern Morgan, Rockefeller, Rothschild, Warburg und Kuhn-Loeb, gelang es in einem konspirativ vorbereiteten Handstreich, das amerikanische Parlament zu überlisten und das Federal Reserve System (FED) ins Leben zu rufen - eine amerikanische Zentralbank. Doch diese Bank ist weder staatlich (federal) noch hat sie wirkliche Reserven. Ihr offizieller Zweck ist es, für die Stabilität des Dollars zu sorgen. Doch seit der Gründung des FED hat der Dollar über 95 Prozent seines Wertes verloren! Sitzen dort also nur Versager? Oder hat das FED im Verborgenen vielleicht eine ganz andere Aufgabe und einen ganz anderen Sinn? G. Edward Griffin enthüllt in diesem Buch die wahren Hintergründe über die Entstehung des Federal Reserve Systems und den eigentlichen Sinn und Zweck dieser Notenbank. Interessant dazu auch ein Video: Die Lösung des Problems ist aber auch schon lange bekannt, nämlich durch folgendes Werk: "Entnationalisierung des Geldes", Autor: Prof. Dr. Friedrich-August von Hayek, Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften (schwed. Reichsbank). Nur, wie soll das gegen die internationale "Finanzmafia" durchgesetzt werden. Nur noch nebenbei: Sie sind ein erfahrener Mann und werden sich hoffentlich nicht durch den Schwachsinn der sog. Freiwirte umgarnen lassen. Deren Theorie des Freigeldes stammt von Silvio Gesell, vorwiegend dargelegt in seinem Werk: "Die neue Wirtschaftsordnung" - NWO, geteilt in 3 Teile: Freihandel (dagegen ist nichts einzuwenden), Freigeld (eine Idee geboren aus dem damaligen exogenen Geldsystem, durch unser heutiges endogenes Geldsystem jedoch obsolet - bei einem neuen exogenen Geldsystem bräuchten wir eine Goldddechung (sh. Hayek)), Freiland (das ist Sozialismus pur und das werden Sie als Liberaler sicher in den Boden stampfen) Viele Grüße
Gesells Modell bestand und besteht den Praxistestverfasst am 07.03.2010 von Rudolf FehrenZuerst mal Gesell konnte nie widerlegt werden, wer sich daran machte und hier sei Maynard Keynes erwähnt scheiterte kläglich. Zur Substanziellen Kritik an Gesell wenn Sie diese schon anstoßen gehört aber auch, das frühere erfolgreiche Einführungen des Freigeldes durch Intervention der Großbanken von außen beendet wurden! Beispiele das Experiment von Wörgel, das Knochengeld Experiment von 1993 auch Anfang 1930 fand hier in Deutschland ein solches Experiment statt wiederum erfolgreich wiederum durch Intervention der Großbanken und deren politische Einflussnahme von außen beendet So mit dem Erfolg das es danach wesentlich schimmer wurde, so stieg die Arbeitslosigkeit nach der Intervention durch die Bank dramatisch an, die erfolgreich aufgebaute Infrastruktur und die Binnennachfrage brachen zusammen. Ein erfolgreiches Experiment das hunderte von Gemeinden nachmachen wollten wurde auf politische Einflussnahme und Intervention ich bezeichne es als gewaltsam beendet.... Denke die niederen Beweggründe sind hier offensichtlich gewesen es ging schlicht und ergreifend um Macht aber nicht um Echte Marktwirtschaft diese wurde beseitigt zugunsten eines Leistungslosen Casino Kapitalismus wie es Freiwirte hier zutreffend definieren. Seit geraumer Zeit entstehen hier in Deutschland Reggiogeldprojekte die genau die Freigeldidee wiederum erfolgreich umsetzen Stichwort Chiemgauer und das seit Jahren.... http://www.chiemgauer.info/ http://www.chiemgauer.info/308.0.html Zur Zeit laufen aufgrund der hervorragenden Ergebnisse Vernetzungen die Reggiowährungen zusammenzuführen so das unterschiedliche Regionen partizipieren was im Südwesten unseres Landes bereits der Fall ist Desweiteren folgt auch auf dem Fuße die Entstehung eines anderen Bankwesen das Enstehen der Mikrofinanz die zugegeben noch am Anfang steht aber auf einen hervorragenden Weg ist! Aus Schweden wurde das Modell der Jak Bank als Idee herangezogen übrigens dort schon seit 1965 sehr erfolgreich http://www.killerzins.de/jak-bank-report.htm Nun in unseren Deutschland sind wir da noch Entwicklungsland allerdings es gibt Ansätze und zwar vielversprechende: http://www.gls.de/ Also ich bin bezüglich Ihres Standpunktes diametraler Ansicht auch was die Frage des Eigentums angeht oder würden Sie Indianer und Ihrer Einstellung zum Eigentum als Sozialisten definieren..... Sie führen Hayek also den National Ökonom aus Österreich an und ich unterstelle mal das Sie auch in der Richtung dieser Denkschule argumentieren, praktische Anwendung in der Wirtschaftspolitik Ronald Reagans („Reaganomics“) und Margaret Thatchers („Thatcherismus“) die Folgen haben wir ja kennen gelernt. Ganz besonders die Engländer die flugs nach Thatcher den Mindestlohn wieder einführten weil das Land vor seiner größten Pleite stand und die Bevölkerung signifikant verarmte. Die Folgen dieses Hayek Liberalismus spürt man in England noch heute Stichwort Privatisierung des staatlichen Eisenbahnnetzes ja sogar der Infrastruktur das dazu führte das genau diese verrottete und sich die Unfälle anhäuften.... Daraufhin kaufte der Staat das Eisenbahnnetz wieder zurück falls Sie Dokumentarfilme mögen bitteschön: http://de.wikipedia.org/wiki/Der_große_Ausverkauf Videomaterial: http://www.youtube.com/watch?v=00KYPsQSG10 (Spot) http://video.google.com/videoplay?docid=-8579170877392568307# ( Film in Englisch ) Übrigens in Neu Seeland genau das gleiche Spiel So man braucht auch nicht ins Ausland zu gehen Stichwort Deutsche Bundesbahn und an was spart man da an der Wartung und am Schienennetz. So aber zurück zum Terminus und zum Nachdenken über so manchen Nobel-Preisträger http://www.keynes-gesellschaft.de/Hauptkategorien/Gegenspieler/Hayek.html http://books.google.de/books?id=ntlIVsETa1EC&pg... Die Realität bestätigt immer wieder das Hayek absolut daneben lag aber da ist er ja durchaus in bester Gesellschaft eines Milton Friedman und dessen Sohn David D. Friedman auch wenn diese eine andere Denkschule vertreten der Sohn noch radikaler.... Dann noch was zum Denken Über Marx und Proudhon hinaus http://www.inclusivedemocracy.org/fotopoulos/other_languages/germ/Marx_Proudhon.htm In diesem Sinne
Geldwettbewerbverfasst am 03.03.2010 von einem GastEine "sauinteressante" Betrachtung eines anderen Geldsystems. Und da sage noch mal einer, in Deutschland fehlen die brainpools! Die Jungen durchbrechen damit den ewig wiederkehrenden Zyklus der Wirtschaftszusammenbrüche, die alle 80 Jahre unser Land auf Null zurücksetzen. Bravo ! Könnte es sein, daß Sie nicht doch in der falschen Partei sind ? Versuchen Sie`s doch mal ganz ohne P-Buch. Ideengeber wie Sie, allerdings ohne Stallgeruch, werden dringend gebraucht. M.f.G.
Konkurrierende Währungenverfasst am 04.03.2010 von einem GastWie soll eine Wirtschaft und der Handel mit mehreren Währungen in einem Land funktionieren? Vor 10 Jahren hatten wir hier in Europa so etwas ähnlich und es war ein großer Fortschritt die Einführung einer einheitlicher Währung. Ich glaube es wäre einfacher dem schlechten Kreditnehmer einfach kein Geld mehr zu geben. Warum soll ein Staat nicht einfach Pleite machen? Dumm wer ihm Geld geliehen hatte und dumm für den Staat der geschummelt hat. Auf einmal ist kein Geld mehr da! Wie im realen Leben! Und wie im realen Leben findet man da auch ein Weg raus. Irgendwann muss man sowieso anfangen die Luftbuchungen abzuschreiben, das entsprechende Reichtum ist ja nicht mehr da oder zumindest zum Teil!
Re: Konkurrierende Währungenverfasst am 04.03.2010 von Max Wessenberg (wessenberg.wordpress.com)Nun, genauso, wie mehrere Währungen international schon heute funktionieren. Mit dem Unterschied, dass es nicht nur inflationierte Monopolwährungen gäbe, sonderen auch alternatives solides Geld. Wenn eine einheitliche Währung so vorteilhaft ist, warum wird sie nicht weltweit eingeführt? Jeder, der froh ist, z.B. in dieser Zeit nicht nur Dollar besitzen zu können, kennt die Antwort.
Konkurrierende Währungenverfasst am 05.03.2010 von einem GastSie hätten doch in einem Land mehrere Währungen, Sie sind ein mittelständisches Unternehmen und verkaufen an 2000 Kunden in Europa, wie machen Sie dies? In jedem Land mehrere Währungen und mehrere Preisen, wie soll dies gehen? 500 Preislisten? Und dann die Verwaltung der unterschiedlichen Konten? Das Problem des Dollars und der sonstigen Währungen sind die Eingriffe in die Geldpresse, um Scheinguthaben zu erhalten, die eigentlich schon nicht mehr existieren. Ich glaube man überschätz die Bedeutung der Währung, man sollte eine einheitliche Masseinheit haben und wir hätten viel weniger Probleme, siehe Dollar/Yuan oder in der Vergangenheit Dollar/Yen. Denken an die unzähliche Spekulationen die jetzt schon stattfinden und die Werte völlig verzerren. Der alte Goldstandard war im Grunde eine einheitliche Masseinheit für alle, dessen Wegfall hat viele der Probleme entstehen lassen, gegen die wir heute kämpfen, konkurrierende Währungen wurden diese Probleme, glaube ich, eher verschärfen.
Konkurrierende Währung: Ansätze gibt es schonverfasst am 04.03.2010 von einem GastIm übrigen gibt es ja schon Ansätze von anderem Geld. Es gibt einige Anbieter im Internet, bei denen man ein Goldkonto (ja Gold, nicht Geld) anlegen kann. Damit kann man dann Zahlungen an andere in Goldeinheiten vornehmen oder entgegennehmen. Zumindest ein sehr interessanter Ansatz, leider müssen die natürlich auch Gebühren verlangen und die sind erheblich höher als bei Konten aus elektronischem Geld, das die Banken zinsbringend verleihen können, was bei physischem Gold eben nicht geht.
Manchmal sind die einfachenverfasst am 05.03.2010 von Gast von Frankreich (leparisienliberal.blogspot.com/)Manchmal sind die einfachen Ideen , die Besten ! Sehr gut !
Kritik von Ihnen und Herrn Schlarmann an Griechenlandverfasst am 07.03.2010 von einem GastSehr geehrter Herr Schäffler, Sie schreiben und erwähnen, das Gutes Geld und Schlechtes Geld existiert. Gutes Geld, Schlechtes Geld. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir es geschafft haben, innerhalb kurzer Zeit, angefangen mit der industriellen Revolution diese Auseinandersetzungen zu fördern und auf beiden Augen blind geworden zu sein. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma ist der Übergang zu den ursprünglichen Werten (In diesem Falle meine ich tatsächlich die Werte, die viele Menschen, tradtionsbewußt in Ihrem innersten tragen und überliefern). Jesus sagt: "Wir sollen Gott lieben, unseren Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemüt." und "Wir sollen unseren Nächsten lieben wie uns selbst.". Zur Zeit scheitern wir an dieser kleinen und einfachen Bitte. Oder nehmen Sie einfach mal das Wort "Europa" und diesmal meine ich nicht die griechische "Gottheit". Ich weiß, dass es uns allen schwer fällt, darüber zu philosophieren, aber ich hoffe, wünsche und bete für ein baldiges Ende dieser Auseinandersetzungen. Einen schönen Sonntag wünsche ich Ihnen.
Nächstenliebeverfasst am 08.03.2010 von einem GastIst das die griechische Auffassung von christlicher Nächstenliebe, daß man den Staat durch jahrzehntelange, fortgesetzte Korruption, Schattenwirtschaft und Schwarzarbeit in Höhe von ca. 40% des BIP (so habe ich gelesen) um gewaltige Steuereinkünfte betrügt und dann von den anderen Ländern Solidarität und Nächstenliebe verlangt? Einen Trost habe ich aber doch für Euch Griechen. Ihr werdet sicher gerettet werden. Nicht, um den Euro zu stärken, der wäre ohne Euch stärker, aber weil die deutschen und französischen Banken viele griechische Anleihen besitzen. (Ja, es ist eben attraktiv, für 1% Geld von der EZB zu leihen und von den Griechen 6% zu bekommen, ohne Wechselkursverluste befürchten zu müssen, wie es seinerzeit bei der Drachme war.) Und die deutschen Großbanken haben einen sehr guten Draht zur Regierung. (Ihr könnt Euch vorstellen, daß es genauso ist wie bei Euch in Griechenland.) Außerdem braucht der deutsche Staat die Großbanken, damit sie bzw. die von ihnen kontrollierten Fonds die deutschen Anleihen kaufen. Denn Privatleute wären wahnsinnig, wenn sie diesen Ramsch kaufen würden, oder sie täten es aus Nächstenliebe zum Staat …
Europäischen Währungsfondsverfasst am 08.03.2010 von einem GastEs scheint sich herumgesprochen zu haben, daß es tatsächlich verboten ist, den Griechen direkt zu helfen. Aber Politiker sind da sehr einfallsreich. Man gründet einfach einen Europäischen Währungsfonds, der dann genau diese Aufgabe übernimmt. Die intelligenten Wähler gehen nicht auf die Straße und die anderen kapierens (noch) nicht. Wenn ich als Unternehmen mit falschen Zahlen Subventionen erschleiche, kann ich dann auch auf soviel Mitleid setzen?
Griechische Tragödieverfasst am 09.03.2010 von Rolf hahnSehr geehrter Herr Schäffler, Sie scheinen , wie oben schon mal erwähnt, in der verkehrten Partei zu sein.
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