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Und Tschüss26.01.2010 – Stichwörter: – 4 KommentareDer Stabilitäts- und Wachstumspakt muss verändert werden. Derzeit lässt das Regelwerk kein Ausscheiden aus dem Euro, weder freiwillig noch durch Zwang zu. Wer einmal drin ist, hat es geschafft. Griechenland hat nachweislich bereits in der Aufnahmephase, aber auch nach dem Euro-Beitritt 2001 bis auf das Jahr 2006 (2,9 Prozent) in jedem Jahr das Maastricht-Neuverschuldungskriterium von 3 Prozent gerissen. Wie sich Jahre später herausstellte geschah dies mit Hilfe "kreativer Buchführung" in erheblichem Umfang und mit Vorsatz. Während Griechenland zu Zeiten des Drachmen noch Risikoaufschläge von 500 Basispunkten im Verhältnis zu deutschen Staatsanleihen auf den Tisch legen musste, gelten aktuell Risikoaufschläge von 300 Basispunkte für griechische Staatsanleihen schon als besorgniserregend. Fakt ist, der griechische Staat hat sich auf Kosten der übrigen Mitglieder in den Euro gemogelt, die das heute teuer bezahlen müssen. Wer vorsätzlich sich den Zugang in den Euro durch falsche Angaben erschleicht und dauerhaft gegen die Stabilitätskriterien verstößt, muss auch zum Austritt aus dem Währungsraum gezwungen werden können. Die Hürden müssen dafür hoch, aber es darf nicht unmöglich sein. Wer sich auf Kosten der übrigen Länder unsolidarisch verhält, darf nicht auf die Hilfe und Unterstützung der übrigen Länder in Europa hoffen. Der Euro hat nur eine Chance, wenn die beiden Stabilitätssäulen funktionieren. Die Unabhängigkeit der EZB und ihre strikte Orientierung an der Geldwertstabilität und die fiskalische Einhaltung des Stabilitäts- und Wachstumspaktes mit seinen Defizitgrenzen für die gesamtstaatliche Verschuldung (60 Prozent des BIP) und die Neuverschuldung (3 Prozent des BIP) sind daher nicht disponibel. Deshalb gilt: lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Wenn es nicht anders geht, muss es für Griechenland heißen: und Tschüss. Dieser Beitrag erschien auch auf www.oekonomenblog.de.
Ich empfehle Ihnen folgende Lektüre...verfasst am 26.01.2010 von KommentatorSehr geehrter Herr Schäffler, ich empfehle Ihnen statt "plumper Polemik" hinsichtlich der Hellenischen Republik zur Vervollständigung Ihrer Meinung folgende Artikel: http://www.guardian.co.uk/commentisfree/2010/jan/25/principled-europe-not-let-greece-bleed Herzlichst Kommentator
Das selbe sollte natuerlichverfasst am 26.01.2010 von einem GastDas selbe sollte natuerlich fuer diejenigen Laender gelten, die durch Schmiergeld ihrer "Staatsunternehmen" (Siemens) andere Laender zwingen tief in die Tasche zu greifen... Bis bald...
Die gesamtstaatlicheverfasst am 27.01.2010 von einem GastDie gesamtstaatliche Verschuldung Deutschlands sind (78 Prozent des BIP) und die Neuverschuldung (5,8 Prozent des BIP).
EU-Gelder für Griechenland wären Extra-Bier für Alkoholikerverfasst am 12.02.2010 von Soziale MarktwirtschaftLieber Herr Schäffler, vielen Dank für Ihren Beitrag! Sie haben vollkommen recht. Das Problem ist, dass sich Griechenland einen Austritt bzw. Rausschmiss gar nicht leisten könnte, weil es dann zukünftig seine Schulden gar nicht mehr bedienen könnte. Das träfe das gesamte EU-Finanz- und Wirtschaftssystem. Somit haben die Griechen uns in Geiselhaft genommen. Aber wir können zumindest darauf bestehen, dass Hilfen nur gezahlt werden, wenn das IWF eingreift. Dieses hat Know-How und Erfahrung in der Sanierung von (auch renitenten) Defizitsündern. Die EU war bisher und wird auch zukünftig vollkommen mit der "Überwachung" Griechenlands überfordert sein. EU-Gelder wären nur ein weiteres Bier für einen Alkoholiker. Was Griechenland wirklich braucht, ist eine IWF-Entzugskur! Ich hoffe, Merkel und Westerwelle verschwenden keine deutschen Steuergelder, damit Griechen weiter mit 95% ihres Gehalts in den Frühruhestand gehen können!! Herr Schäffler, ich zähle darauf, dass Sie in dieser Hinsicht auf die beiden einwirken!! Zu den Verweisen auf die Artikel in FTD und Handelsblatt: Die Theorie, dass Griechenland gar nicht schuld sei an seiner Lage sondern eigentlich die (zu) hart arbeitenden Deutschen oder die bösen Banken, gehen alle von einem gewissen Heiner Flassbeck aus, ehemals Chefberater von Oskar Lafontaine. Der hätte damals ja gerne die gleiche Politik wie die Griechen auch für Deutschland umgesetzt! Klar, dass er die Schuld jetzt bei erfolgreichen Unternehmen oder bösen Banken sieht...
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