Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht
Datum:
24.07.2010 Zu den Bankenstresstests in Europa erklärt der Finanzexperte und FDP-Bundestagsabgeordnete Frank Schäffler: Das notwendige Vertrauen werden die Ergebnisse des Stresstests nicht liefern. Dafür wäre eine Vergleichbarkeit der Institute notwendig gewesen. Die Finanzaufsicht hätte dafür transparente Standards entwickeln müssen. Dies wurde versäumt und damit eine große Chance vertan, Vertrauen zu schaffen. Vertrauen ist jedoch die notwendige Bedingung dafür, dass der Interbankenmarkt wieder funktioniert und die Rolle der EZB und ihrer Notenbanken als "Retter der letzten Instanz" überwunden wird. Das Ergebnis ist: Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Klar muss jedoch sein, dass die Rekapitalisierung der durchgefallenen Institute die Aufgabe der Eigentümer ist. Sollten diese nicht in der Lage sein, muss eine geordnete Abwicklung dieser Banken stattfinden. Der Marktaustritt ist der beste Regulator. Es darf nicht erneut zu einer Sozialisierung von Verlusten auf Kosten der Steuerzahler in Europa kommen. Diese Wettbewerbsverzerrung muss verhindert werden.
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